Weiter geht’s!

9.Mai 2010 | Diva – Lehren und Lernen

Hallo!

Mittlerweile kann man, glaube ich, einigermaßen sicher sein, dass der Winter (zumindest der harte Teil) vorbei ist. Und damit nun auch meine Blog-Pause, endlich!

Und es gibt natürlich Einiges zu erzählen.

Zunächst haben wir zwei in den letzten Wochen natürlich unsere schönen Spaziergänge fortgesetzt, wobei aus den Spaziergängen irgendwann ungerittene Ausritte geworden sind – mit Schritt-, Trab- und Galoppreprisen, wie sich das gehört! Richtig weit sind wir gelaufen und meiner Fitness hat das Ganze auch nicht geschadet.

Dann war im April die Hansepferd. Und was für ein anderes Messegefühl, wenn man selbst ein Pferd hat, das man mit all den wunderbaren Produkten versorgen kann! Toll war das, ich hab uns rundum ausgestattet, viel Geld da gelassen, so dass Diva und mir jetzt tatsächlich nur noch der Sattel fehlt, irgendwann.

Kappzaum, Longe, Longiergurt, Trense, Abschwitzdecke, Doppellonge, Clicker, ein Hüpfball und ein Hula-Hoop-Reifen (?) sollten uns erstmal beschäftigen und viel Gelegenheit zum Spielen und Lernen bieten. Aber da ich alles, was in meinen Augen womöglich zuweit in Richtung Reitpferdeausbildung (und “Ernst des Lebens” für mein kleines Pferd) geht, erstmal zur Seite gelegt habe, bleibt vor allem der Clicker. Da wir ja noch viel Zeit haben, bis wir mit dem Reiten und der direkten Reitvorbereitung (indirekt ist natürlich alles irgendwie Reitvorbereitung), dachte ich, ich probiere mal, was wir damit so alles machen können – auch für mich ein bisher komplett unbekanntes Terrain.

Wir haben dann auch schon angefangen clicken zu üben (sie sollte mit der Nase den Hüpfball zunächst berühren, später anstubsen), das ging auch wirklich sehr gut – innerhalb kürzester Zeit hat sie angefangen, selbstständig den Ball zu suchen, um ihn dann zu berühren und womöglich Click + Belohnung zu erhalten. Allerdings ist sie so gierig auf die Karottenstückchen, dass ich mir nicht einmal sicher bin, ob sie den Clicker-Ton wahrnimmt…. Ich werde das Konzept nun nochmal überdenken, vielleicht noch eine Weile damit warten, das Ganze kleiner dosieren oder einfach wieder ohne Futter arbeiten – so wie ich es eigentlich am liebsten mag und so wie ich eigentlich auch immer gut gefahren bin.

Macht ja auch nichts, denn uns wird ja auch so nicht langweilig. Nachdem mir von allen Seiten immer so lieb Reitpferde für das Handpferdereiten mit Diva angeboten wurden, und damit wir unsere Spaziergänge im Sommer womöglich noch weiter ausdehnen können, habe ich mir also ihren Mitbewohner gesattelt und die beide an die Sache herangeführt.

Diva und ihr Offenstall-Mitbewohner sind über den Winter auch ein Superteam geworden – aus den anfänglichen Diskrepanzen (bzw. der wiederholten, ausdrücklichen Klärung der Rangordnung) scheint inzwischen wirklich eine dicke Freundschaft geworden zu sein. Selbst auf der Weide laufen die beiden immer nebeneinander her: geradeaus, in kleinen und großen Zirkeln, hinter den Kühen her…. Wenn der Eine von der Weide geholt wird, läuft der andere grummelnderweise und fröhlich nebenher. Schön zu beobachten! Und trotzdem kleben die beiden nicht im unangenehmen Sinne aneinander – man kann sie nach wie vor ganz leicht trennen, ohne, dass das andere Pferd sich gestresst fühlt – aber die Wiedersehensfreude ist von beiden Seiten inzwischen einfach größer!

Und so klappt auch das Handpferdereiten ganz toll. Er (sein Name ist übrigens Jet, für spätere Bezugnahme) macht das total cool und sie nun, nach dem zweiten Mal auf dem Reitplatz, langsam auch. Das erste Mal hat man ihr die Konzentration, die für sie nötig war um herauszufinden, was geht und was nicht, welches Tempo ok ist, welches nicht, welche Distanz einzuhalten ist allerdings auch wirklich angemerkt – hinterher war sie seeeehr müde…. Aber das ist ja auch klar – schließlich war das nun auch das erste Mal, dass sie nicht einfach laufen durfte wie sie wollte und der Sattel (nach hinten) und Jet (nach vorne) können ihr natürlich auch noch viel klareres (und zur Not kräftigeres) Feedback geben, wie sie laufen soll, als ich das vom Boden aus je könnte. Aber sie hat es verstanden, das zweite Mal war schon viel einfacher für sie, und – naja. so ist es nun mal – wir sind am Ende doch wieder einen Schritt weiter in Richtung Reiten…  Noch zwei, drei Mal auf dem Reitplatz und dann gehts das erste Mal raus ins Gelände, wie spannend!

Außerdem bin ich jeden Tag von Neuem überrascht, wie schön Diva über Nacht geworden ist. Das kann natürlich an meinem nicht ganz subjektiven Blickwinkel liegen (natürlich ist das eigene Pferd auch das Schönste), es haben aber tatsächlich auch andere Leute gestaunt, wie sehr sie im Moment wächst und aufblüht! Hachja, der Frühling!

Und wie in jedem Frühling ist im Moment natürlich das Anweiden das allergrößte Thema! Und deshalb werd ich den Rechner nun auch erstmal wieder abschalten und sie ein paar Stunden zum Spielen auf die Weide lassen!

Aber bis zum nächsten Eintrag müssen ja auch keine zwei Monate vergehen.

Über die Autorin

Daniela Kämmerer

Daniela Kämmerer

Horsemanship Coach, Yogalehrerin, Autorin

Daniela möchte Menschen und Pferden helfen, sich wohler in ihrer Haut zu fühlen und aufzublühen. Nicht zuletzt, da sie nur so auch gut füreinander sein können – und für ihre sonstige Umwelt.