Wie trifft man gute Entscheidungen für sein Pferd?

So schön es ist, ein Pferd zu haben, so schwierig ist es auch, ihm in allen Belangen gerecht zu werden. Aber die Lösung des Problems liegt nicht darin, alles zu wissen oder jemandem hinterherzulaufen, der alles weiß – sondern in unserer eigenen Haltung. Dieser Text ist erstmalig in der FEINE HILFEN, Ausgabe 32 im Dezember 2018 erschienen. 

Es gab eine Zeit, da dachte ich, ich müsste alles wissen. Dass jemand, der sich anmaßt, andere Reiter zu unterrichten, auf all ihre Fragen rund ums Pferd zuverlässig richtige Antworten geben können sollte. Passt der Sattel? Haben die Hufe die richtige Form?  Was ist das für eine Beule? Soll ich mir dieses Gebiss kaufen? Einen baumlosen Sattel? Welche Kräuter soll ich füttern? Ist das Jakobskraut? Und passen die Gamaschen zur Satteldecke?

Als Pferdebesitzer ist man mit vielen Fragen konfrontiert, man unterschätzt das. Bis man selbst in der Situation ist, plötzlich Antworten auf die unwahrscheinlichsten Fragen parat haben zu müssen. Und dann hört es nicht mehr auf. Ständig ist ein neues Thema aktuell, ständig ist man dabei, ein anderes Problem zu lösen. Gesundheit, Fütterung und Haltung bieten allesamt einen enormen Komplexitätsgrad und immer neue Probleme und Fragestellungen, die den Pferdebesitzer auf Trab halten. Und dabei sind wir noch gar nicht angekommen bei den Trainingsfragen und den Themen, die den harmonischen Umgang zweier artfremder Lebewesen miteinander betreffen. Immer soll man eine Meinung haben, immer geht es um nicht weniger als das absolute Wohl des Tieres.

Je mehr wir wissen, desto mehr müssen wir auch bedenken

Dass die Fragen und Informationen so umfassend und detailliert geworden sind, ist in erster Linie eine positive Entwicklung. Je mehr wir über Pferde wissen, desto besser können wir ihnen gerecht werden. Das ist erstmal sehr gut für die Pferde. Denkt man so. Aber Pferd ist nicht gleich Pferd, Mensch nicht gleich Mensch – und Forschungsergebnis auch nicht gleich Forschungsergebnis.

Es kann sehr sehr verlockend sein, die Verantwortung abzugeben oder zumindest zu teilen. Die meisten Pferdebesitzer haben inzwischen ein Kompetenzteam aus Tierärzten, Heilpraktikern, Bodyworkern, Hufbearbeitern, Zahnärzten und Trainern, denen sie mehr oder weniger tief vertrauen. Im Idealfall teilen all diese Menschen die gleiche Meinung zu dem einen Thema, das Einem gerade auf der Seele brennt. Wahrscheinlich ist es nicht. Die Pferdewelt ist voll von unterschiedlichen Standpunkten, Traditionen, Meinungen und Erkenntnissen, und die meisten haben (oder hatten mal) einen berechtigten Kern und viele (wenn auch nicht alle) meinen es gut mit den Pferden. Auch gibt es inzwischen die unterschiedlichsten Spezialisierungen, in die man tiefer eintauchen kann. Alle sehr spannend und sicher sehr berechtigt. Aber wie kann ich als Pferdebesitzer denn nur beurteilen, was das Richtige für mich und mein Pferd ist, auch ohne ein eigenes Tiermedizin-Studium, eine Heilpraktiker- und Hufpflege- sowie diverse Trainer-Ausbildungen absolviert zu haben? Welchem Trainer ich folge? Welchem Rat von Tierärzten, Fütterungsexperten und wohl meinenden Stallkollegen?

In den knapp zehn Jahren, in denen ich meine Stute habe, gab es immer wieder Momente, in denen ich der Verzweiflung recht nahe war. Und in den meisten war mein Pferd nicht mal in der Nähe. Je mehr Erfahrungen man sammelt, je mehr man weiß, sieht und hört, desto schwieriger ist es, das „Falsche“ zu ignorieren. Es wird immer deutlicher, dass eine optimale Pferdehaltung in unserer Lebenswelt kaum möglich ist, dass das Ziel des perfekten Pferdebesitzers nicht erreichbar ist.

Die Verantwortung für dieses große, schöne, unschuldige Wesen, das nicht für sich sprechen kann, kann sich zwischendurch sehr schwer anfühlen. Vor allem, wenn der Druck gerade wieder zunimmt. Weil jemand etwas Kritisches gesagt hat, man etwas Neues gelesen hat oder sonst feststellt, dass man dem eigenen Pferd wohlmöglich bisher nicht so gerecht wird, wie man es gerne hätte. Wir stressen uns damit, möglichst gut zu sein in unserem Job als Pferdebesitzer. Die Krux: Die damit verbundene Anspannung, der Stress, den wir uns damit machen, schränkt uns in unserem Handlungsspielraum nur weiter ein. Wenn wir an all die falschen Entscheidungen in unserem Leben zurückdenken, werden wir vermutlich feststellen, dass sie in angespannten Momenten getroffen wurden. Je gestresster wir sind, desto weniger Optionen können wir sehen, und desto schlechter sind die Entscheidungen, die wir treffen.

Je mehr wir uns stressen, desto unwahrscheinlicher werden gute Entscheidungen

Es geht also erstmal darum, uns zu entspannen. Und darüber tatsächlich die Verantwortung anzunehmen. Für unsere Pferde. Aber erstmal: Für uns. Das mag weit hergeholt klingen, doch: Wie wollen wir denn für unsere Pferde gute Entscheidungen treffen, wenn wir das oft nicht mal für uns selbst können? Wir behandeln unseren Körper, als wäre er nur dafür da, unseren Kopf von A nach B zu tragen. Wir blenden körperliche Beschwerden aus, bis es nicht mehr geht und verlassen uns auch danach eher auf Ärzte und Medikamente, als auf unser Gefühl. Wir ernähren uns von Dingen, die mit der Natur oft nichts mehr zu tun haben. Wir übernehmen so ungern die Verantwortung für unseren eigenen Körper, ob wir uns selbst „artgerecht“ halten, ist sehr zu bezweifeln. Aber das merken wir meist nicht einmal, denn wir fühlen unsere inneren Bedürfnisse immer weniger, verlassen uns viel zu oft blind auf das einmal Gelernte und sehen neue Möglichkeiten nur schwerlich. Was für Erfahrungen bleiben uns wohl dadurch verschlossen?

„Horsemanship ist die Kunst, die eigenen Bewegungen, Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen in den Griff zu bekommen. Und nicht die des Pferdes“, so der amerikanische Horseman Mark Rashid. Unsere Pferde spiegeln uns, und im Umgang mit ihnen spiegelt sich oft auch unser Blick auf uns und die Welt. Was heißt das im Bezug auf die Entscheidungen, die wir für unsere Pferde treffen? Wir müssen uns selbst wieder fühlen lernen. Verstehen, wer wir sind und wie wir uns genug entspannen können, um dann mündige Entscheidungen zu treffen – auch, aber nicht nur zum Wohle unserer Pferde. Unser Gefühl und unseren gesunden Menschenverstand wieder anschalten und ihm vertrauen lernen.

Auch dann werden wir hin und wieder Fehler machen – aber wir werden hinter den Entscheidungen, die wir treffen und getroffen haben, stehen und aus ihnen lernen können. Dadurch werden wir stark für neue Entscheidungen. Das ist etwas unbequemer als direkt jemand anderem die Schuld zu geben, wenn etwas schief läuft. Aber es macht uns frei und zu echten, verlässlichen Partnern für unsere Pferde.

Ich habe das schmerzlich lernen müssen. Lange Zeit habe auch ich für mich selbst nur ein Mindestmaß an Verantwortung tragen wollen, mich sehr vertrauensvoll auf die „Respektpersonen“ in meinem Umfeld verlassen. Gemacht, was andere sagen, blind darauf vertrauend, dass sie schon wissen, was sie tun. Bis sie sich mal einen ganz groben Schnitzer erlaubt haben, der mich daran zweifeln ließ. In Bezug auf andere und in meiner Arbeit als Pferdetrainerin sah es jedoch ganz anders aus: Hier habe ich mich in der anderen Rolle gesehen, immer eher zu viel Verantwortung übernehmen, die anderen maximal entlasten wollen, „ich kann das schon schultern“. Beides ist gerade unter Frauen ein verbreitetes Problem, wie ich inzwischen gelernt habe.

Einen besseren Umgang mit dem Fluch und Segen der Verantwortung habe ich erst in den letzten Jahren entwickelt: Durch meine immer intensivere Yogapraxis. Im Yoga übt man ständig, seinen Körper bewusst wahrzunehmen, flexibel im Körper und Geist zu sein, ein feineres Gefühl für sich und die eigenen Bedürfnisse zu bekommen und: Auch als Lehrer immer Schüler zu bleiben. All das hilft mir enorm in meinem Horsemanship, ständig entdecke ich neue Möglichkeiten.

Vor allem selbst Schüler zu bleiben und Fragen daher auch mal nicht beantworten zu dürfen, war erleichternd für mich. Das ermöglicht Neugier auf den nächsten Schritt, anstatt eine Lösung zu erzwingen. Mark Rashid schreibt dazu in seinem neuen Buch „Jedes Pferd verdient eine Chance“:  „Wenn Menschen das Gefühl haben, sie müssten immer Recht haben, schränken sie ihre verfügbaren Möglichkeiten ein und zwar in dem Moment, wenn alles, was in der Vergangenheit funktioniert hat, jetzt plötzlich nicht funktioniert. Wenn dies eintrifft, können sie nur die ihnen bekannte Lösung vermehrt einsetzen oder versuchen, sie noch vehementer mit noch mehr Energie anzuwenden. Tatsächlich sollten sie dann nach etwas völlig anderem Ausschau halten.“ Das braucht Aufmerksamkeit, Flexibilität und Selbstvertrauen. Bei all dem hilft mir das Yoga, aber es gibt auch viele andere Wege, sich hier zu stärken, feiner und klarer zu werden.

Wir müssen einen Weg finden, die richtigen Eigenschaften in uns zu kultivieren

Auch unsere Pferde können uns helfen, uns weiterzuentwickeln – gerade dort, wo es am Ende um sie gehen soll: „Jede Bewegung, die wir machen, führt zu einer Reaktion des Pferdes, dazu dass das Pferd sich sichtlich besser oder schlechter fühlt. Wir müssen lernen, die feinen Reaktionen des Pferde zu beobachten und auf Basis dieser Beobachtungen gute Entscheidungen zu treffen,“ so Elsa Sinclair, eine amerikanische Trainerin, die u.a. mit dem Film „Taming Wild“ bekannt geworden ist. Er dokumentiert, wie sie ein Jahr lang ohne jegliche Hilfsmittel mit einem Mustang gearbeitet hat – und dabei vieles über sich selbst und die Arbeit mit Pferden gelernt hat (ein ausführliches Interview mit ihr finden Sie unter dem u.g. Link). Sie rät dazu, sich vor allem in der Wahrnehmung von Ursache-Wirkungszusammenhängen zu üben. Anhand der Wahl des richtigen Trainers für das Pferd gibt sie folgendes Beispiel: „Wenn Du Deinem Trainer bei der Arbeit zuschaust, siehst du dann mehr Nachdenken, Entspannung oder Spielverhalten in den  Pferden oder eher  Anspannung, Flucht oder Kampf? Die Pferde werden Dir sagen, wie sie sich fühlen. Wenn Du hinsiehst und wenn Du zuhörst.“

Ich weiß inzwischen, dass ich auch als Trainerin nicht alles wissen kann. Nicht immer befreit mich das von allen Ansprüchen, und natürlich möchte ich meinen Schülern weiterhin möglichst gut weiterhelfen, meine Erfahrungen und meine Gedanken weitergeben. Aber es erleichtert mich, auch mal etwas nicht wissen zu dürfen und uns beiden die Chance zu geben, etwas Neues entstehen zu lassen. Ich glaube, mit dieser ehrlichen, offenen und entspannten Einstellung bin ich ihnen ein deutlich besserer Wegbegleiter. Weil sie es mir ermöglicht, mehr den Weg des einzelnen Schülers zu sehen, als meine eigenen Überzeugungen. Ihn und das Pferd individuell wahrzunehmen und daraus zu handeln. Und interessanterweise kommen wir darüber auch im Training zu spannenden neuen Ergebnissen, aus denen wir beide weiterlernen. Diese Art Wachstum, dieses Aufblühen in Pferd und Mensch zu sehen, gibt mir das gute Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein, auch wenn viele Fragen natürlich weiterhin offen zu bleiben. Und genauso versuche ich es auch mit meinem Pferd zu halten.

Unseren Pferden auf allen Ebenen gerecht zu werden, kann eine Lebensaufgabe sein. Aber je besser wir wahrnehmen, auf unser Pferd und unsere eigene Stimme hören und vertrauen, desto leichter wird diese Aufgabe. Und wer weiß: Mit Blick auf die Lösung statt auf das Problem, kann diese spannende, herausfordernde Reise vielleicht sogar Spaß machen.

Sechs Tipps für das Treffen guter Entscheidungen:

– Durchatmen, wahrnehmen, im Hier und Jetzt sein

Die wichtigste Voraussetzung für gute Entscheidungen: Eine entspannte Atmosphäre, möglichst wenig Stress. Dieser lässt uns nämlich regelmäßig in gewohnte Verhaltens- und Reaktionsmuster fallen und beschränkt damit unsere Sicht auf die Möglichkeiten, die wir tatsächlich haben.  Warum also nicht üben, kurz innezuhalten, bevor eine wichtige Entscheidung ansteht? Eine Pause zu machen, kurz aus der Situation herauszugehen und Abstand zu gewinnen von den Stressfaktoren? Das kann heißen, dass wir kurz die Augen schließen, 5x tief durchatmen, den Raum verlassen oder drüber zu schlafen. Es hilft uns, besser wahrzunehmen, was das Problem ist und wo wir und unsere Pferde eigentlich jetzt gerade stehen.

– Ziele setzen

Bevor wir eine Entscheidung treffen, sollten wir uns genau überlegen, was wir eigentlich wollen. Was unser Ziel, unsere Vision ist für uns, unsere Pferde und unser gemeinsames Leben. Und was dieses wirklich unterstützt. Es macht einen Unterschied, ob wir den Grand Prix anstreben oder maximale Entspannung im Umgang mit dem Pferd vor Augen haben. Wenn wir das große Ganze vor Augen haben, fällt es leichter, auch die kleineren Faktoren angemessen zu bewerten.

– Den richtigen Leuten die richtigen Fragen stellen

Natürlich ist es klug und richtig, andere Menschen mit mehr Erfahrung (oder etwas Abstand) um Rat zu bitten, Bücher zu lesen und sich auf bestimmten Themen von schlauen Leuten weiterbilden zu lassen. Aber wir sollten uns genau überlegen, wen wir fragen und wie wir mit den gesammelten Informationen umgehen. Auf welcher Erfahrung beruht die Meinung des anderen, welche Gründe könnten vielleicht sogar noch in seine Sicht hineinspielen, und inwiefern ist es für meine Situation anwendbar? Was für andere gut und richtig ist, muss es nicht für uns sein – oder vielleicht nicht jetzt. Oft lohnt es sich dabei auch, mehrere Meinungen einzuholen, oder auch mal wirklich nachzuhaken und sich nicht mit „Halb-Antworten“ zufrieden zu geben.

– Selbstbewusst auf die innere Stimme hören

Während unser Kopf noch Pro- und Contra-Listen anfertigt, weiß unser Bauch oft schon, was wir eigentlich wollen. Das merken wir dann daran, dass wir das Ergebnis in eine Richtung interpretieren oder enttäuscht sind, wenn das „Falsche“ heraus kommt. Wir alle haben bereits viele Erfahrungen gesammelt, wissen eine ganze Menge und kennen unsere Pferde irgendwann auch sehr gut. Dadurch wissen wir viel mehr, als uns bewusst ist. Wenn wir im entspannten Zustand in uns hineinhorchen, wartet da oft schon die richtige Lösung auf uns. Dann müssen wir uns nur noch trauen, sie auszusprechen und nach ihr zu handeln – egal, was andere sagen.

– Neugierig bleiben

Egal, wie lange wir schon mit Pferden zu tun haben – es wird nie langweilig. Wir alle lernen immer weiter. Da hilft es, offen zu bleiben, sich daran zu gewöhnen, dass wir immer Schüler bleiben und neugierig auf neue Lösungen zu sein. Wenn wir weniger verhaftet in unseren Überzeugungen sind,  können wir besser fühlen, wie der natürliche nächste Schritt aussieht, anstatt eine Lösung zu erzwingen.

– Nachsichtig mit sich sein

Niemand hat auf alle Fragen die richtige Antwort. Und wir alle handeln manchmal irrational, machen bescheuerte Sachen. „Perfekt“ werden wir niemals sein. Das wäre doch auch langweilig. Anstatt dann die Schuld bei uns zu sehen, sollten wir Rückschläge eher als „Schule“ begreifen. Verstehen, was falsch gelaufen ist und uns beim nächsten Mal bemühen, bessere Entscheidungen zu treffen. Wenn wir  empathisch mit uns bleiben und uns nicht stressen mit dann bereits alten Geschichten, stehen die Chancen gar nicht schlecht, dass wir dazulernen, immer bessere Entscheider werden und vielleicht auch einfach mal glücklich sein können. Mit uns und unseren Pferden.

 

Leseempfehlung:

Mark Rashid: Jedes Pferd verdient eine Chance, Kosmos-Verlag, 2018, EAN: 9783440157794, 2018, 19,99 Euro

Mark Rashid: Dein Pferd – dein Partner: Wahrnehmen, leiten, vertrauen, Kosmos-Verlag, 2013, ISBN: 978-3-440-13984-4, 14,99 Euro

Dr. Libby Weaver: Das Rushing Woman Syndrom: Was Dauerstress unserer Gesundheit antut, Trias-Verlag, 2017, ISBN: 978-343210433, 19,99 Euro

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Ausführliches Interview mit Elsa Sinclair:

www.danielakaemmerer.de/wissenswertes/elsa

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