Annette & Mick

Mein Problem mit Mr. Mick …

„Mein Pferd r.t. Wamijq Ibn Winettka, seines Zeichens 6jähriger Vollblutaraber und ein sehr dominantes „Getier“, sollte anlässlich eines Wanderrittes auf den Anhänger gehen.

Nachdem wir schon des öfteren gefahren sind und er jedesmal anstandslos drauf ging, fiel ihm nun ein, „neeee, DAS mach ich nicht“!!! Nicht, dass er etwa Angst hatte – nenene, weit gefehlt – er hatte wohl plötzlich Teenagerallüren für sich entdeckt ! Also rief ich eine Bekannte an (die ebenfalls auf diesen Wanderritt ging), damit sie mir beim Verladen half und sie bugsierte ihn mit Kette durchs Maul auch auf den Anhänger….. Diese Lösung finde ich allerdings nicht so toll und ließ es nur wegen der noch anstehenden langen Fahrt nach Meckpomm geschehen.

Während des Wanderrittes mußte ich ihn auch einmal verladen, was auf die selbe Art und Weise ablief, da Mick meinte, über Longen und gegen Gerten zu steigen … Alles in Allem keine gute Grundlage, aber es nütze ja nichts.

Die Verladeaktion zur Rückfahrt verlief auch so, und als wir Zuhause ankamen, war mein Entschluss gefasst – ich brauche Hilfe!! Also rief ich diverse Freunde und Bekannte an, recherchierte im Internet und kam so auf Daniela, die über „Pferd-Os“ Hilfe bei Problempferden anbot .

Ich schrieb ihr von meinem Problem und wir fanden auch recht schnell einen Termin. So kam sie zu mir und wir nahmen Mick ans Halfter, gingen zum Anhänger, wo er sofort sein „Programm“ abspulte. Daniela nahm dann einen langen Strick und erklärte mir, wie ich damit arbeiten soll.

Da Mick jedesmal stieg, oder den Ansatz dazu zeigte, mußte ich immer, wenn er zurückwollte, ihn auch lassen. Dann kam langsam wieder Druck auf das Halfter durch mein Ziehen am Strick, während ich gleichzeitig solange mit der Gerte touchierte, bis er einen Schritt in die richtige Richtung machte.

Zu Anfang war Mick sehr überrascht, dass er zurückgehen durfte und probierte das auch reichlich aus. Dann allmählich kam er Schritt für Schritt etwas auf die Rampe. Immer wieder ging er aber auch einige Schritte zurück… Dieses Ausprobieren dauerte recht lange und kostete mich echt Nerven. Immer wieder den Druck aufbauen, mit der Gerte antipsen und einen kleinen Schritt rauskitzeln, damit er dann wieder drei zurückging…..

Letztendlich haben wir es aber so geschafft, ihn auf den Anhänger zu bekommen und dort wurde er natürlich mit Leckechen überhäuft!! Dann durfte er wieder herunter gehen und eine Pause machen. Danach habe ich es nochmal versucht und diesmal ging er schon wesentlich schneller auf den „Ach-so-bösen-Anhänger“.

Ich habe dann mit Daniela noch weitere drei Termine gemacht, zu denen Mick mal schneller, mal langsamer, aber doch relativ gut auf den Anhänger ging. Beim letzten Mal ging ich einfach in den Anhänger rein, holte ihn mit dem langen Strick herein, schickte ihn auch genauso wieder raus und es klappte ganz hervorragend!

Mittlerweile machen wir das regelmäßig und mein kleines stures Pferd „fragt“ mich auch immer wieder mal, ob ich es auch ernst meine!

Nichts desto trotz geht er jedesmal auf den Anhänger und ich bin sehr zufrieden über dieses Ergebnis. Ich lasse ihn so an mir vorbeilaufen, dass ich auch  hinter ihm die Stange einlegen kann und somit niemanden mehr zum Verladen brauche.Das nenne ich einen vollen Erfolg, und möchte mich auf diesem Wege nochmal bei Daniela für ihre Ruhe und Gelassenheit bei den Trainingseinheiten bedanken!!

Außerdem hat sie nie auf die Uhr gesehen und machte das Ganze für mich so sehr entspannend und beruhigend, darüber bin ich sehr froh gewesen. Nie hatte ich den Eindruck, sie hat die Zeit im Nacken und es muss in einer halben Stunde klappen. Dankeschön Daniela, du hast mir sehr geholfen!!“

Annette Wickenkamp, Westerkappeln

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