Über mich bzw. wie ich dazu kam: Zu den Pferden. Zum Yoga. Und zu mir.

Horsemanship und Yoga… Eine Zusammenstellung, die sich nicht Jedem automatisch erschließt. Für mich ergibt sie sich aber ganz natürlich und erscheint mir als konsequente Fortführung und Übersetzung meiner Geschichte, als Kombination, die sich gegenseitig ständig neu beflügelt. Warum? Das lesen Sie hier.

Die Pferde und ich

Mein Name ist Daniela Kämmerer, ich bin Anfang 1985 geboren und komme aus Hamburg. Meine Familie hatte mit Pferden nie etwas am Hut. Und dennoch üben die großen, ehrlichen Tiere mit dem weichen, warmen Fell seit frühester Kindheit eine enorme Anziehungskraft auf mich aus.

Nachdem ich meine Kindheit quasi im Stall verbracht und dort klassisch reiten gelernt habe, verlor ich mein Herz an eine Traberstute. Diese kam gerade frisch aus dem Rennsport und hatte eine Menge Probleme: Mit den Menschen und mit allem, was sie von ihr verlangten. Sie wollte nur noch wegrennen, konnte nicht entspannen und war im ganzen Körper verspannt. Dank der großzügigen Förderung ihrer Besitzer und einiger anderer glücklicher Zufälle durfte ich lange mit ihr arbeiten und viele Kurse zu besuchen. Dabei wurden wir nach und nach an einen anderen Umgang miteinander herangeführt: „Natural Horsemanship“ nannte sich das, und legte einen relativ starken Augenmerk auf die natürlichen Verhaltensweisen des Pferdes. Ich merkte deutlich, dass dies der richtige Weg für mich war. Ich begann, den Pferden näher zu kommen und ihnen zu helfen, statt sie zu instrumentalisieren.

Schüler und Lehrer zugleich

Wir lernten immer weiter dazu, und so wurde nach und nach aus dem unglücklichen Rennpferd ein sichtlich zufriedenes, entspanntes Reitpferd. Die positiven Veränderungen wahrnehmend, begannen Freunde und Bekannte, mich um Rat und Hilfe zu bitten, wenn sie Schwierigkeiten mit ihren Pferden hatten. Auch das lief (für mich: erstaunlicherweise) prima, und so zog mein kleines Horsemanship-Trainingsangebot immer weitere Kreise, bis ich, ehe ich mich versah, eine eigene Webseite hatte und so noch Schulzeiten begann, nebenbei und zunehmend professionell mit Pferden zu arbeiten.

Seitdem sind rund 15 Jahre vergangen. Ich habe u.a. ein Jahr lang in den USA und auch dort auf einer Ranch gelebt, unzählige Kurse und Seminare besucht, von tollen Trainern gelernt, etwas Pferdemanagement studiert und vor allem: Erfahrungen gesammelt. Viele, viele und mit jedem einzelnen Pferd und Mensch, mit dem ich arbeiten durfte.

West meets East – Horsemanship und Aikido/Yoga

Hängen geblieben bin ich dabei an einem amerikanischen Trainer namens Mark Rashid. Dieser begreift die Arbeit mit Pferden eher als Philosophie als als Trainingslehre und praktiziert selbst sehr engagiert Aikido. Dabei handelt es sich um eine japanische Kampfkunst, die das Ziel hat, potentielle Konfliktsituationen zu einem positiven, harmonischen Ausgang zu führen. Etwas, dass sich tatsächlich sehr gut auf den Umgang mit Pferden übertragen lässt. Schließlich nehmen diese sehr viel feiner wahr als wir und reagieren auf die körpersprachlichen Signale daher wie von Zauberhand. Ich war fasziniert und stieg selbst tiefer in das Thema ein.

Parallel begann ich vor einigen Jahren, Yoga zu praktizieren. Erst zögerlich (ich hielt mich eher für den handfesten Pilates-Typen und in die „Esoterik-Schiene“ wollte und will ich bis heute nicht richtig), nach einer Weile wurde aber immer deutlicher, dass Yoga mir einfach gut tat. Und zwar umfänglicher als andere Sportaten. Dass ich in allem besser bin, wenn ich regelmäßig auf die Matte komme. Körperlich aber auch psychisch wurde ich flexibler, entspannter, zufriedener und insgesamt: Mehr im Einklang. Yoga half und hilft mir, einen Kontakt zu meinem Körper herzustellen, den ich, ohne, dass es mir bewusst gewesen wäre, vorher vermisst habe. Dieser erlaubt mir, mich authentischer durchs Leben zu bewegen, feiner mit Menschen zu kommunizieren. Und mit den Pferden.

Das Yoga des Horsemanships

Inzwischen, nicht zuletzt eine Yoga-Lehrer-Ausbildung später, ist Yoga ein fester Bestandteil von mir und meinem Alltag und meiner Arbeit mit den Pferden und Menschen geworden. Yoga hat so viele spannende Elemente, deren positive Effekte mich nach wie vor faszinieren, wie:

  • die Körperübungen
  • die bewusst eingesetzte Atmung
  • die inneren Bilder für die anatomische Ausrichtung und Biomechanik
  • die Wahrnehmung von Energieflüssen
  • und die innere Einstellung zum eigenen Tun

Sie helfen den Menschen, körperlich und geistig besser auf ihre Pferde einzugehen und bessere Ergebnisse zu erzielen, unabhängig davon, welches Ziel sie verfolgen.

Mein Weg

Während ich immer weiter lerne, merke ich immer häufiger, dass alles mit allem zusammenhängt, miteinander verbunden ist. Dass wir am Pferd dieselben Themen haben, wie in anderen Lebensbereichen – und dass wir überall anfangen können, sie zu bearbeiten. Warum also nicht mit einem Trainingspartner, der immer im Moment lebt, Meister der Wahrnehmung ist, sich nicht verstellt und uns daher einen klaren Spiegel vorhält, wie wir sind und wo wir stehen? Unsere Pferde lehren uns geduldig, wach und flexibel zu bleiben, während wir ihnen helfen, in unserer menschlichen Welt klarzukommen.

In den Momenten, in denen wir ganz da sind, durchlässig genug sind und hinhorchen, entsteht ein feiner Dialog. Eine im Laufe der Zeit immer leichter herstellbare, tiefe und doch ganz leichte Verbindung zwischen Pferd und Mensch. Auf dieser Basis sind alle gemeinsamen Ziele möglich. Und über sie können wir als Menschen zu uns selbst finden und vielleicht sogar unserem Platz im Großen Ganzen näherkommen.

Ich glaube, meiner ist es, genau hier und für meine Themen zu stehen, immer weiter zu lernen und andere Menschen dabei zu unterstützen, sich selbst und ihren Pferden zu helfen.

Nicht zuletzt durch das Yoga habe ich gelernt, mich in der Rolle, Lehrer und Schüler zugleich zu sein, sehr wohlzufühlen. Immer weiterzulernen während ich weitergebe, was ich bereits mitgenommen habe. Und so freue ich mich auf jeden weiteren Moment auf dieser Reise. Und auf den Austausch mit Ihnen! Melden Sie sich bei Fragen, Feedback, Anmerkungen – oder einfach so – sehr gern: hallo@danielakaemmerer.de.

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