Mein Büchertagebuch

Ich lese wahnsinnig gerne und so viel ich kann. Auf dieser Seite möchte ich mit dir teilen, was das so ist. Ohne, dass ich viel dazu schreibe, nur einen kleinen Auszug, ein kleines Fundstück gibt es zu jedem Buch, manchmal einen Kommentar. Damit möchte ich dir einen klitzekleinen Eindruck des Buches geben, der vielleicht zu dir spricht und Lust auf mehr macht – oder auch nicht. Bitte beachte, dass es sich bei den Amazon-Links um Affiliate-Links handelt. Das damit verdiente Geld fließt in weitere Bücher, außerdem geht ein kleiner Teil meiner Bestellsummen an den WWF. Ich möchte dich aber gern auch ausdrücklich dazu anregen, deine Bücher bei deinem lokalen Buchhändler zu kaufen. Wusstest du, dass auch dieser dir fast jedes Buch zum nächsten Werktag besorgen kann?

Viel Spaß in den Texten – und zwischen den Zeilen!

Maja Lunde: Die letzten ihrer Art – b2b-Verlag, 2019

Es gehört ja nicht zu den Stärken der Menschen, sich Zukunftsszenarien vorzustellen, bevor sie Realität geworden sind. Oder auch: Realitäten zu sehen, die das eigene Handeln nicht automatisch einschränken. Umso wichtiger, dass es Bücher gibt, die dabei helfen. 

Schon die letzten beiden Bücher von Maja Lunde waren mir wärmstens ans Herz gelegt worden. Das dritte ihrer – teilweise ernüchternd düsteren – Geschichten über das Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur zu unterschiedlichen Zeitpunkten handelt nun von Pferden. Allerhöchste Zeit also, Frau Lunde näher kennenzulernen.

Der Roman beleuchtet unterschiedliche Rettungs- bzw. Renaturierungsversuche der Przewalski-Pferde zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten (in den Jahren 1881, 1992 und 2064), verwoben in die persönlichen Geschichten der Menschen, die sich zur Hilfe dieser – damals wie heute und morgen – aussterbenden Pferderasse berufen fühlen. Ich habe viel gelernt über die Historie rund um die Przewalski-Pferde, und in die Unterschiede menschlichen Lebens unter verschiedenen Umständen. Vor allem aber, und das konnte ich leider nach den Berichten über ihre anderen Bücher relativ sicher absehen, hat mir Majas Blick in die Zukunft immer wieder Schauer über den Rücken gejagt. Sie zeichnet das Bild eines Europas, das in weiten Teilen unbewohnbar ist und in dem die Menschen so sehr mit dem eigenen Überleben beschäftigt sind, dass die Rettung von Tieren als absolut absurd gilt.

So schmerzhaft es ist, als Leser wie mit dem kleinen Zeh in diese Realität hineinzutauchen, so wertvoll finde ich auch, sich die Folgen unseres aktuellen einmal Handelns fühlbar zu machen. Und obwohl die Figuren an den unterschiedlichen Stellen in der Geschichte teilweise mit den gleichen Problemen konfrontiert sind, so haben wir unsere Zukunft doch auch zu großen Teilen in der Hand. Und heute noch die Chance, für ein besseres Morgen zu sorgen. Danke Maja, dass du uns erfahrbar machst, warum. 

Vielen Dank an den b2b-Verlag für die Bereitstellung des Romans. 

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Eckhart Meyners: Wie bewegt sich der Reiter? – Kosmos-Verlag, 2016

„Reiten ist insofern schwierig, weil den heutigen Menschen viele natürliche Funktionen verloren gegangen sind. Deshalb ist es notwendig, sich an die Wiederentdeckung der Natürlichkeit heranzupirschen. Dabei ist die Individualität des Menschen im Kontext des Unterrichts ein fundamentaler Aspekt, weil man beim Beobachten immer die ganze Person im Blickwinkel haben muss.“ 

Eckhart Meyners ist eine Koriphäe auf seinem Gebiet und hat einen spürbar hohen, beinahe wissenschaftlichen Anspruch an seine Texte.  Entsprechend viel kann der Leser daraus lernen. Ich habe schon mehrere Bücher von ihm gelesen und finde immer wieder schöne Bezüge zum Yoga für Reiter. Meyners klingt ein wenig nach „alter Schule“. aber auf eine sehr charmante, ehrliche Art und Weise. 

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