fbpx
“Self Care” – Wie du Selbstfürsorge ohne weitere To-Dos in deinen Alltag integrierst.

“Self Care” – Wie du Selbstfürsorge ohne weitere To-Dos in deinen Alltag integrierst.

“Wollen wir über Self Care sprechen?” haben Mareike Thiele und ich uns gefragt. “Obwohl das Thema schon so abgegrabbelt ist?” – Ich bin froh, dass wir’s gemacht haben, denn es ist eine meiner bisherigen Lieblingsfolgen dabei herausgekommen. Das Thema Selbstfürsorge ist einfach SOOO zentral, in unserem eigenen Sein und auch dem Zusammensein mit dem Pferd … und ein stetiger Prozess, der bei uns allen irgendwie läuft.

Zeit für Pfingsten, Zeit für eine neue Folge von “Hör auf dein Pferd.”

Passend zum langen Wochenende (bzw. eigentlich jedem Wochenende, bzw. noch eigentlicher: jedem Tag) widmen Mareike und ich unsere neue Folge dem Thema “Self Care” bzw. Selbstfürsorge.

Während der englische Begriff “Self Care” inzwischen schon etwas fahl wirkt, weil es so inflationär verwendet wurde, ist das deutsche Wort Selbstfürsorge noch merkwürdig unbekannt, und ja, schon auch irgendwie unsexy … Warum es sich trotzdem lohnt, dass du dich damit beschäftigst, warum du damit auf keinen Fall bis zum nächsten Urlaub warten solltest, und welche Rolle dein Pferd dabei spielt, erfährst du in der Folge.

In dieser Podcast-Episode erfährst du:

  • warum es hinderlich sein kann, immer wieder auf den nächsten Urlaub zu warten
  • was der Unterschied zwischen “mal ein Schaumbad nehmen” und tatsächlicher Selbstfürsorge ist
  • wie dein Pferd deine Selbstfürsorge unterstützt
  • wie du deine eigenen Bedürfnisse besser wahrnehmen lernst
  • wie einfach und unaufgeregt Selbstfürsorge im Alltag sein kann
  • warum Self Care für unsere Authentizität unerlässlich ist und wie sie die Beziehung mit deinem Pferd vertieft

Direkt zur aktuellen Folge  über Self Care

Wenn du Interesse hast an “Connected”, meiner neuen dreimonatigen 1:1-Coaching-Begleitung, die dich Schritt für Schritt dabei begleitet, in Einklang mit dir selbst und mit deinem Pferd zu kommen, hier erfährst du mehr dazu.

Drei nutzwertige Take Aways aus der Folge für dich:

1. “Self Care” ist nicht die Badewanne mit Rosenblättern. Selbstfürsorge heißt nicht: Weitere To-dos. Selbstfürsorge heißt: Dich selbst, deine eigenen Bedürfnisse an erste Stelle stellen, wissen, was dich nährt und dir guttut und danach zu handeln. Das kannst du täglich tausende Male üben.

2. Wir sind alle gewohnt, uns schlecht zu fühlen. Das dürfen wir aber jederzeit für uns ändern. Dabei kannst du aufhören darauf zu warten, dass die Erlaubnis, dich um dich zu kümmern, von außen kommt. Du bist zuständig. Und du hast alles, was du dafür brauchst, immer bei dir.

3. Wir hängen oft zwischen unseren Programmierungen und dem Bild, von dem wir glauben, wie es sein muss, fest. Das stresst, denn beides sind nicht wir selbst. Wir sitzen gar nicht mit ihm Tisch. Unser Anteil, unsere eigene Meinung, unser eigener Ausdruck. Die Frage: Was fühlt sich denn für mich wirklich gut und richtig an?

Meine Gedanken rund um diese Podcast-Folge:

“Wollen wir über Self Care sprechen?” haben wir uns gefragt. “Obwohl das Thema schon so abgegrabbelt ist?” – Ich bin froh, dass wir’s gemacht haben, denn es ist eine meiner bisherigen Lieblingsfolgen dabei herausgekommen. Das Thema Selbstfürsorge ist einfach SOOO zentral, in unserem eigenen Sein und auch dem Zusammensein mit dem Pferd … und ein stetiger Prozess, der bei uns allen irgendwie läuft. Natürlich geht es dabei auch wieder um Authentizität, aber vor allem auch um das Hier und Jetzt. Denn was verlagern wir lieber auf später, als unser Wohlbefinden? Und was für ein Quatsch ist das eigentlich!? Ich kann dir die Folge nur wärmstens ans Herz legen.

Hast du die neue Folge schon gehört? – Was nimmst du daraus mit?

Mareike und ich würden uns sehr freuen, wenn du deine Gedanken zu dieser Episode mit uns teilst! Markiere @hoeraufdeinpferd auf Instagram, sende uns eine Direktnachricht oder antworte mir hier via Mail.

Wenn du eine Frage oder ein Thema für mich hast, welches ich in meinen Blog oder in im Podcast aufnehmen soll, schreib mir ebenfalls immer gern.

Viel Spaß mit der Episode, und ich freue mich darauf, von dir zu hören!

Lass es dir gut gehen und hab schöne Pfingsten,

Daniela

“Den inneren Kompass ölen: Wie wir uns selbst und unsere Pferde besser verstehen können”

“Den inneren Kompass ölen: Wie wir uns selbst und unsere Pferde besser verstehen können”

Über unseren inneren Kompass, der uns bei Entscheidungen und beim Authentisch-Ich-Sein unterstützt – und wie wir ihn ölen können, wenn er sich etwas eingerostet anfühlt.

Was macht eine gute Pferdebesitzerin aus? Eine gute Mutter? Eine gute Tochter? Einen guten Bürger? Einen guten Menschen …? … So theoretisch sich diese Fragen auch lesen, so praktisch stellen wir sie uns auch jeden Tag, oder? Und zwar in jeder unserer Rollen.

“Sollte ich mein Pferd noch mehr bewegen?”

“Müsste mein Kind eher zu Bett gehen?”

“Muss ich meinen Bruder zu meinem Geburtstag einladen?”

“Sollte ich auf die Straße gehen und demonstrieren?”

Wir alle wollen es doch gut und richtig machen – am liebsten auf jeder Ebene. Das bedeutet oft: So, dass es andere abnicken (würden).

Jeden Tag begegnet uns dabei der Spagat zwischen dem, was andere uns vermitteln oder irgendwann vermittelt haben, was richtig ist, und dem, was unser eigenes Gefühl dazu sagt.

“Aber Moment”, habe ich lange gedacht, “was sagt denn eigentlich mein Gefühl? Was ist denn eigentlich die Zutat, die ich ins große Ganze gebe?”

Das war für mich auch gar nicht immer so leicht zu sagen. Was dazu führte, dass ich mich sehr auf die Meinungen anderer gestützt habe. Zum Beispiel, was meine eigene Gesundheit und die meines Pferdes angeht. Was die Führung meiner Unternehmung angeht. Früher auch: Wenn es darum ging, zu sagen, was ich für ein Mensch bin. Alles so wichtige Themen!

Auch heute noch begegnet mir der Zwiespalt immer wieder, wenn auch in abgemilderter Form. Durch die Auseinandersetzung mit meinen eigenen Strukturen und Mustern und die Wiedereroberung meines eigenen Gefühls über die letzten etwa 10 Jahre kann ich heute ganz anders damit umgehen und habe einen großen Werkzeugkoffer, um mir selbst zu helfen. Auch ich bin weiter auf dem Weg, aber fühle mich schonmal deutlich leichter, freier, klarer und einfach: mehr wie ich.

Ich habe gelernt: Es gibt einen gut funktionierenden Kompass in mir, der mir jederzeit Ratgeber und Richtungsweiser sein kann. Und dass all die kleinen und großen Entscheidungen, die ich jeden Tag treffe, viel einfacher werden, wenn ich ein eigenes Gefühl dazu habe, bevor ich die Meinungen anderer zu Rate ziehe.

Meinungen von anderen Menschen sind super wertvoll, wenn sie von Menschen kommen, von denen wir lernen wollen. Sie sind allerdings leider dennoch a.) naturgemäß oft widersprüchlich, b.) nicht aus uns selbst geschöpft, weshalb sie sich falsch, sperrig oder hohl anfühlen können. Zumindest wenn unsere eigene Meinung, und damit meine ich auch: unser Gefühl, nicht mitgestaltet bzw..: vorausgeht.

Wie ölen wir denn unseren inneren Kompass?

Das ist eine Frage, mit der ich mich in der Arbeit mit mir selbst und meinen Coaching-Klienten in den letzten Jahren intensiv beschäftigt habe.

Letztlich geht es darum, wieder ins Fühlen zu kommen. Unsere Pferde können uns dabei SO gute Begleiter sein. Einfach bei ihnen sein, mit ihnen atmen, sich auf sie einlassen, ohne immer gleich selbst den Ton angeben und etwas Bestimmtes herstellen zu wollen, … das lehrt z.B. präsent sein, wahrnehmen und fühlen.

Und trotzdem habe ich gelernt, dass so eine “Selbsttherapie” ihre Grenzen hat. Weil wir einfach zu nah dran sind, um zu sehen, geschweige denn aus dem Weg zu räumen, was uns überhaupt dazu gebracht hat, das Fühlen leiser zu drehen. Was den Kompass hat einrosten lassen.

Deshalb bin ich von Herzen froh und stolz, dir heute “Connected” vorstellen zu können: Meine 3-monatige Coaching-Begleitung für Pferdemenschen, bei der es genau darum geht: Das innere “aus der Mitte gerückt sein” und damit Selbstzweifel, Unsicherheit, Erwartungen und auch das damit einhergehende Stressgefühl loszulassen, und Schritt für Schritt wieder zu dir selbst zurückzufinden, wieder ins Fühlen zu kommen. Und auch: zur Ruhe, denn wenn wir nicht ständig in Konflikt mit uns selbst sind, können wir auch endlich entspannen.

Das Besondere an dem Programm in wenigen Worten:

  • Ich begleite dich sehr intensiv über drei Monate, nicht nur ab und zu, sondern durchgehend, auch in deinem Alltag (u.a. auch per WhatsApp),
  • ich bin sehr ganzheitlich für dich da und wir schauen individuell, was für dich passend ist (moderne Coaching-Techniken treffen auf Weisheiten und Übungen aus der Yoga-Philosophie, Pferdeverhaltens- und Ausbildungsknowhow auf Tierkommunikation, Embodiment trifft Mindset-Arbeit usw.),
  • wir können dein Pferd direkt miteinbeziehen, sodass du Schritt für Schritt beobachten und fühlen kannst, wie sich eure Beziehung mit dir entfaltet und du dabei auch dein Pferd besser lesen und verstehen lernst, und
  • wir nehmen dein Nervensystem Schritt für Schritt mit, sodass sich wirklich eine nachhaltige Veränderung einstellen kann und du dich einfach richtig gut fühlen übst.

Denn was ist, wenn es nie darum ging, alles richtig zu machen, sondern darum, dich richtig zu fühlen?

Hier liest du, was “Connected” für dich tun kann.

Gerade habe ich zudem eine Sonder-Aktion für dich: Der Mai macht ja bekanntlich alles neu. Damit dein Mai einen echten Schubs nach vorne bekommt und du ein Gefühl, wie ich in meinen Coachings so arbeite, habe ich mir etwas überlegt, was ich so noch nie gemacht habe: Ich vergebe 10 Schnupper-Coaching-Sessions á 30 Minuten, kostenlos und völlig unverbindlich.

In diesen 30 Minuten sprechen wir über dich und das, was dich gerade beschäftigt, persönlich und/oder mit deinem Pferd, und ich helfe dir, eine neue Perspektive und mehr Klarheit dazu zugewinnen, was dein nächster Schritt ist. Wie bei all meinen Coachings ist mein Ziel, dass du entspannter, klarer und mit neuen “Aha”-Erlebnissen aus dem Termin herausgehst. Hast du Lust?

​Hier erfährst du mehr und kommst zum Kalender-Link, um dir deinen Slot zu sichern.​

Denk dran, es gibt dafür nur zehn Plätze und es gilt “first come, first served.”

Mit “Connected” war es übrigens ein ähnlicher Prozess: Die Entwicklung meines 1:1-Coaching-Programms hat sich mehrere Jahre hingezogen. Und letztlich war nicht, “Was gibt es da draußen noch so?”, sondern: “Was ist meins, was möchte ich geben?”, die entscheidende Frage. Und die Antwort kam weniger aus all den Schulungen, die ich rundherum nochmal gemacht habe, sondern ich habe sie schließlich in mir gefunden: Ein Programm, das einen Rahmen hat und doch individuell anpassbar ist, das Menschen eng begleitet und sie darin unterstützt, in Einklang mit sich selbst zu kommen, um authentisch, ruhig und erfüllt ihren Weg zu gehen – mit ihrem Pferd und im Leben. Ich freue mich so sehr auf die nächsten Monate mit “Connected” – und auf dich. ​Sehen wir uns?

#doitride: Was braucht es für eine echte Veränderung der Pferdewelt?

#doitride: Was braucht es für eine echte Veränderung der Pferdewelt?

Pferdeliebe und die #doitride-Kampagne

Die #doitride-Kampagne ist eine neue Initiative von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), neun Pferdemagazinen und dem Haupt- und Landgestüt Marbach. Sie will die Welt der Pferde zum Positiven verändern und ruft ReiterInnen dazu auf, sich zu der Kampagne und damit zum Pferdewohl zu bekennen.

Weil eine Veränderung so spürbar notwendig ist, wird die #doitride-Aktion mit Freude aufgenommen von vielen Menschen, die ihre Pferde lieben. Da ein Großteil der Initiatoren jedoch für das bisherige “Establishment” im Reitsport steht und damit sehr zu seiner bisherigen Entwicklung beigetragen hat, mischt sich die Hoffnung in der Pferdewelt aber durchaus auch mit Skepsis.

Die entscheidende Frage ist: Was braucht es, damit aus dem Hashtag #doitride tatsächlich eine Veränderung wird?

Das Problem: Wo fehlt es wirklich in der Pferdewelt und im Reitsport?

Es ist schön zu sehen, wie viele Pferdemenschen sich gerade nochmal ausdrücklich zur Liebe zu ihren Pferden bekennen. Doch es mangelte auch zuvor nicht am Bekenntnis zur Pferdeliebe im Reitsport. So gut wie jeder Reiter würde von sich sagen, dass er sein Pferd liebt und sein Bestes im Sinn hat.

Woran es mangelt, ist die konsequente Orientierung an dieser Liebe, dem Handeln aus dieser Liebe heraus. Es fehlen gelebte Werte auf allen Ebenen, dazu mangelt es an Innovationskraft, Mut zum Umdenken und Hinterfragen bestehender Praktiken, sowie, und das ist die zentrale Komponente: Es mangelt an Gefühl, diese so wichtige, ergänzende Instanz zu allen Erkenntnissen und Überzeugungen.

Die Hürden: Warum fällt uns die Veränderung so schwer?

Im Reitsport wird sehr deutlich, was wir gesamtgesellschaftlich an vielen Stellen sehen: Dass wir gelernt haben, das Denken über das Fühlen zu stellen. Das Tun über das Sein. Dass wir uns mehr an der äußeren Wahrnehmung orientieren, als an der inneren. Und dass es uns dadurch schwerfällt, ein Gefühl zu leben. In diesem Fall: Die Pferdeliebe.

Die meisten von uns haben gelernt, über unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse hinwegzugehen und uns nicht nur von scheinbar rationalen Gedanken steuern zu lassen, sondern vor allem auch von (sozialen) Ängsten: Leiste ich genug? Wie stehe ich da? Wie gehöre ich dazu? Dadurch sind wir nicht nur ständig angespannt, sondern stehen auch im andauernden Konflikt mit uns selbst, weil wir bestimmte Gefühle und Anteile von uns zurückhalten.

Diese Distanz zu unserem eigenen Gefühl, und der konstante Stress, den wir in unserem Nervensystem haben, weil wir gegen uns selbst ankämpfen, macht es uns schwer, die Bedürfnisse unserer Pferde tatsächlich wahrzunehmen und zu erfüllen. Es ist schwer für uns, dabei den Leistungsgedanken zurückzustellen, denn: Auch wir haben gelernt, dass wir leisten müssen, um für die Gesellschaft wertvoll zu sein. Auch wir haben gelernt, uns mit einer begrenzt artgerechten Haltung für uns selbst zufriedenzugeben. Auch wir haben gelernt, dass nicht jedes Gefühl berechtigt ist – und damit einen Teil unseres fühlenden Selbst still gelegt.

Der Weg zur Veränderung: Beginne bei dir selbst

Wenn wir wirklich eine Veränderung in der Pferdewelt herbeiführen wollen, muss diese Veränderung nicht nur mit uns beginnen – sie muss in uns beginnen. Sie beginnt mit der Rückkehr zu einem empathischen, liebevollen Umgang mit uns selbst, der Wahrnehmung unserer Gefühle und mit dem Hören auf unsere eigenen Bedürfnisse.

Denn unter all dem Stress, dem Kopfmenschen-Dasein, dem Performance-Modus liegt der Teil von uns, der die meisten ReiterInnen ursprünglich zu den Pferden hingeführt hat: Das Gefühl von Liebe zu den Pferden und der Wunsch nach Verbindung mit diesen großen, schönen Tieren. Jetzt ist die Zeit, diesem Teil wieder Raum zu geben und uns von ihm leiten zu lassen. Wir können kein Pferdewohl herstellen, solange es uns selbst nicht wirklich, ehrlich gut geht. Wir können die Bedürfnisse des Pferdes nicht fühlen, solange wir unsere eigenen nicht kennen.

Schluss: Sei die #doitride-Bewegung – in allem, was du tust.

Es ist wichtig, dass wir erkennen, dass dies die eigentliche Arbeit ist. Nur so kann die #doitride-Kampagne auf der Ebene wirken, auf die sie gehört: Der allertiefsten, der aller persönlichsten. In uns drin. Wir alle sind der Hebel. Wir sind der menschliche und damit: strukturgebende Teil der Pferdewelt.

Ja, das ist ein Prozess. Für jeden Menschen einzeln und für die Gesellschaft. Aber er lohnt sich sehr, liegt darin doch der Schlüssel zu einem positiven Miteinander nicht nur zwischen Mensch und Pferd, sondern auch zwischen uns Menschen untereinander, zwischen den Menschen und der Erde und auch innerhalb jedes einzelnen Menschen.

Beginne jetzt mit deiner Veränderung, der Zeitpunkt ist perfekt. #doitright

Jeder einzelne Schritt auf diesem Weg ist lohnenswert und die Schritte können ganz klein sein.

Fang direkt an: Nimm dir einen Moment Zeit, atme tief durch und frage dich: Was tut mir jetzt gerade gut? Und dann tu das, vielleicht zunächst nur zu 10 % mehr als vorher. Lass dir selbst den Zügel länger. Gönn dir die artgerechte Haltung und die liebevolle Betreuung, die du brauchst.

Auf diese Weise wirst du zum Botschafter einer neuen Pferdewelt. Dein Pferd, jedes Pferd wird es dir danken.

Mehr dazu auch im Podcast “Hör auf dein Pferd”.

#44 Was ist dieses "Self Care"? Hör auf dein Pferd.

In dieser Folge sprechen Mareike und Daniela über das Thema Self Care bzw. Selbstfürsorge und das, was das tatsächlich ist. Du erfährst: warum es hinderlich sein kann, immer wieder auf den nächsten Urlaub zu warten was der Unterschied zwischen "mal ein Schaumbad nehmen" und tatsächlicher Selbstfürsorge ist wie dein Pferd deine Selbstfürsorge unterstützt wie du deine eigenen Bedürfnisse besser wahrnehmen lernst wie einfach und unaufgeregt Selbstfürsorge im Alltag sein kann warum Self Care für unsere Authentizität unerlässlich ist und wie sie die Beziehung mit deinem Pferd vertieft Wir wünschen dir viel Spaß mit dieser Folge. Wenn du Interesse hast an "Connected", der neuen dreimonatigen 1:1-Coaching-Begleitung von Daniela, die dir hilft, in Einklang mit dir selbst und mit deinem Pferd zu kommen, hier erfährst du mehr dazu. Wenn du dich dafür interessierst, die Tierkommunikation für dich und für deine eigene Arbeit zu nutzen, erfährst du hier mehr zu Mareikes Ausbildungsangebot.  ____ Dir hat die Folge gefallen? Wunderbar. Welchen drei Menschen könnte diese Folge wohl noch nützlich sein? Teile doch gleich einmal den Link zur Folge mit ihnen. Lass uns so gemeinsam dazu beitragen, die Pferdewelt sich Schritt für Schritt in eine positive, offenere Richtung weiterzuentwickeln. Es gibt außerdem kaum einen besseren Weg, "Hör auf dein Pferd" zu unterstützen, als indem du uns einfach eine Bewertung bei Apple Podcasts hinterlässt, wenn dir die Folge gefallen hat. So wird unser Podcast nämlich besser gefunden und kann weiter wachsen. Das kannst du hier tun: https://podcasts.apple.com/de/podcast/h%C3%B6r-auf-dein-pferd/id1584476061 "Hör auf dein Pferd" gibt es jetzt auch auf Instagram, sind wir schon vernetzt? https://www.instagram.com/hoeraufdeinpferd  Und zu guter Letzt: Bei Fragen oder Wünschen schreib uns jederzeit gern an podcast@hoeraufdeinpferd.de.  Über die Hosts: Mareike Thiele ist als systemisch integraler Coach und Tierkommunikatorin, u.a. auch als Ausbilderin, für dich da. Mehr zu Mareike findest du unter www.mareikethiele.de sowie auf Instagram unter @mareikethiele.de Daniela Kämmerer steht dir Mindset & Life Design Coach, als Horsemanship Mentorin, Yogalehrerin & Tierkommunikatorin zur Verfügung. Mehr zu Daniela findest du unter www.danielakaemmerer.de sowie auf Instagram unter @bodymindhorses.  
  1. #44 Was ist dieses "Self Care"?
  2. #43 Wie Entscheidungen und Probleme rund ums Pferd leichter werden
  3. IMPULS: #DoItRide – Wie geht echte Veränderung in der Pferdewelt?
  4. #42 Menschen, die echt stark verbunden sind: Nora
  5. #41 Menschen, die auf Pferde hören: Carina Maiwald
Über “Respekt” und ein entspanntes Miteinander von Pferd und Mensch

Über “Respekt” und ein entspanntes Miteinander von Pferd und Mensch

“Meine Stute respektiert mich nicht mehr richtig“, sagte Christiane nachdenklich. 

Sie hatte sich den Coaching-Termin gewünscht, um in einer für sie neuen, veränderten Situation wieder Klarheit und Selbstsicherheit zu gewinnen, für sich und ihr Pferd.

Es war offenkundig, dass es sie schmerzte, dass die Beziehung zu ihrer Stute sich nicht mehr so harmonisch anfühlte, wie vor einer Weile noch. Ich bat sie, mir zu erläutern, was sie damit meine, das Pferd respektiere sie nicht.

„Wir hatten neulich Unterricht. Wir sollten stehen und warten, bis wir an der Reihe waren. Ich hatte vorher schon das Gefühl, dass meine Stute mir Fragen stellte. Aber dann hob sie plötzlich den Kopf und gab mir eine Kopfnuss. Sie wusste sicher, dass ich dort stand!“

Das ist eine typische Situation, nicht wahr? 

Das Pferd macht etwas, was wir nicht wollen, es kommt uns zu nah, rennt uns um, hört nicht auf uns oder verteilt Kopfnüsse. Oft hören wir in solchen Situationen: Dein Pferd respektiert deinen Raum nicht. Oder: Dein Pferd respektiert dich nicht.

Auch Christiane zog diese Schlussfolgerung. Das ist verständlich, weil sie wie die meisten von uns gelernt hat, dass Pferde hierarchisch denken und handeln. Und auch, weil ihr Umfeld ihr das so bestätigt hat. Ich stellte ihr noch einige weitere Fragen, um die Situation besser zu verstehen.

Was sich herausstellte: Tatsächlich hatte die Stute sie schon ein paar Mal „angesprochen“, ohne dass Christiane darauf reagiert hätte. Sie hatte das sogar bemerkt, nur eben ignoriert – weil sie das Gefühl hatte, gerade den Erwartungen der Trainerin gerecht werden zu müssen.

Was ich Christiane dann erklärte, hat ihr, wie sie sagte „den Tag gerettet“. Deshalb möchte ich es heute auch gern mit dir teilen.

Wie gesagt, steht das Thema Respekt schnell im Raum, wenn es um vermeintliches Fehlverhalten von Pferden geht. 

Es gibt Leute, die sagen: „Pferde können gar nicht so denken.“ Das könnte stimmen. Aber was ich so entscheidend finde, ist, dass in jedem Fall wir Menschen das Thema Respekt ins Spiel bringen – nicht die Pferde.

Was meine ich damit? 

Es ist oft hilfreich, das, was objektiv passiert, von unserer Interpretation der Situation zu trennen. Beispiel: Ein Pferd tut etwas, das wir nicht möchten. Wir interpretieren das dann als mangelnden Respekt. Und was wir damit meinen ist: „Das Pferd nimmt uns nicht ernst, es stuft uns herab, es erkennt uns nicht an.“ Wir sehen es also im Grunde als persönlichen Angriff. Aber die Situation ist erstmal nur: Das Pferd bewegt sich einfach auf eine bestimmte Art und Weise. Das sind zwei unterschiedliche Dinge.

Wenn wir das Verhalten von der Interpretation trennen, wie es z.B. auch in der gewaltfreien Kommunikation gelehrt wird, können wir akzeptieren, dass es auch andere Blickwinkel gibt. Andere Möglichkeiten, die Situation zu interpretieren. Eine Möglichkeit, die Pferd und Mensch näher zusammenbringt, statt sie zu trennen.

Wenn wir das Gefühl haben, dass wir nicht respektiert werden, bedeutet das enormen Stress für uns. Unser Ego ist verletzt, wir ziehen uns zurück, wir gehen in den Kampfmodus, oder wir stellen uns tot. In jedem Fall stehen wir als Kommunikationspartner nur noch begrenzt zur Verfügung. Es entsteht ein „Gegeneinander“, ein Streit mit dem Pferd oder eine Situation, in der wir uns verletzt oder unfähig fühlen. Und das nur, weil wir das Verhalten des Pferdes als Angriff auf unser Selbstwertgefühl sehen.

Unser Pferd hat aber gar keinen Grund, unseren Wert anzuzweifeln. Unser Pferd möchte nur mit uns kommunizieren. Wissen, ob wir da sind. Was es von uns erwarten kann. Und wie wir miteinander umgehen. Es urteilt nicht über uns, erklärt uns nicht für unfähig oder seines Respekts nicht würdig.

Wenn du das hier liest, möchte ich dir wirklich versprechen: Dein Pferd würde deinen Wert nie anzweifeln. Wirklich nicht.

Die einzigen in dieser Unterhaltung, die unseren Wert infrage stellen und nicht vollständig respektieren, sind damit wir selbst. Das ist natürlich unnötig, denn jeder von uns ist wertvoller, als wir es vielleicht je verstehen werden und das bleibt auch immer gleichmäßig so. Aber viele von uns hegen, bewusst oder unbewusst, Zweifel daran oder sogar die Überzeugung, dass das nicht stimmen kann. Das macht uns angreifbar und kann in vielen Situationen hinderlich sein. In diesem Fall führt es zu einer Konfrontation mit unserem Pferd.

Während ich all das Christiane erklärte, sah ich, wie sie sich entspannte. „Wenn ich ein Pferd wäre, würde ich jetzt abschnauben“, beschrieb sie ihr Gefühl sehr treffend. Sie war so erleichtert, sich von ihrem Pferd nicht angegriffen fühlen zu müssen!

Denn sie wusste eigentlich: Ihre Beziehung ist intakt. Sie hatte gar keine Lust, sich angegriffen zu fühlen. Dachte aber, das müsste sie, weil das macht man halt so.

Wir lösten weiter auf, indem wir feststellten, dass die Kontaktaufnahmen ihrer Stute vor dieser Situation bereits ein Versuch gewesen sein könnten, zu schauen, ob Christiane wirklich da ist. Und weil Christiane nicht reagierte, wurde die Stute eben „lauter“.

Es liegt an uns, wie wir die Situationen, die wir mit unseren Pferden erleben, interpretieren. Es liegt an uns, immer wieder die Möglichkeit anzuerkennen, dass unsere Pferde mit uns kooperieren wollen. Und dass sie gute Gründe für ihr Verhalten haben, ohne uns dabei persönlich angreifen zu wollen. 

Es liegt an uns, ausgediente Geschichten loszulassen und damit neue zu schreiben.

Ich hoffe, du konntest aus dieser etwas mitnehmen. 

Wenn du gerade Chaos im Kopf hast, das du ordnen möchtest, dich in einer Situation selbstsicherer fühlen oder dein Pferd besser verstehen möchtest, habe ich etwas für dich:

Bis Ende März biete ich insgesamt zehn Plätze für “Clarity & Confidence”-Termine an. Dieses Angebot habe ich neu geschaffen, um speziell in solchen Fragezeichen- oder Schwellenmomenten für dich da sein zu können. Dabei nehmen wir uns einmalig luxuriöse 90 Minuten unter vier Augen, mit dem Ziel, dir zusätzliche Klarheit zu einem Thema zu geben, das dich gerade beschäftigt, dir eine neue Perspektive auf dich oder dein Pferd zu eröffnen oder dir sonst zu geben, was du brauchst, um selbstsicher den nächsten Schritt vorwärtsgehen zu können. 

Christiane schrieb mir an dem Abend noch: „Unser Gespräch klingt noch in mir nach. Im Moment kann ich nur ahnen, wie viele Türen du mir heute geholfen hast aufzustoßen. Ich bin sehr berührt. Vielen Dank dafür.”

Es ist wirklich der Wahnsinn, wie groß die Türen sind, die sich auf der anderen Seite einer Schwelle öffnen können. Ich helfe auch dir gern drüber. 

Hier kannst du dir deinen Termin aussuchen.

Dein Pferde-Yoga-Sommer: Über 80 Yogaklassen-to-Go!
Gratis-Workshop 21.4.: "Problemfrei"