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Die Verbindung zu deinem Pferd stärken: Wie du dich von inneren Blockaden und Ängsten befreien kannst

Die Verbindung zu deinem Pferd stärken: Wie du dich von inneren Blockaden und Ängsten befreien kannst

“Warum ist es nicht einfach mal einfach zwischen mir und meinem Pferd?” – Hast du dich das auch schonmal gefragt? Warum fühlst du nicht ständig diese tiefe Verbindung zwischen euch, wenn die doch eigentlich immer da ist (was sie ist)? Die Antwort auf diese Fragen führt uns zu uns selbst – und auf den Weg zu einem auf allen Ebenen erfüllten Leben.

Die Suche nach einer wirklich feinen Verbindung zwischen Pferd und Mensch ist ein sehr zentrales Thema in der Pferdewelt. Ist sie nicht schließlich der Kern aller Reitlehren und für viele von uns auch der Grund, warum wir uns zu den Pferden hingezogen fühlen? Weil dieses Thema so grundlegend ist, meinen wir, ganz viel dafür tun zu müssen, diese Verbindung ständig irgendwie herzustellen. Dabei ist sie im Grunde immer da und greifbar. Unsere Pferde sind tatsächlich gut darin, sie erfahrbar zu machen, nur sind wir nich immer offen dafür. Aber warum ist das so?

Du bist mit diesem Thema und diesen Fragen nicht allein. Weil wir alle Menschen sind. Und die Antwort auf die Frage, warum wir uns nicht immer mit unseren Pferden verbunden fühlen, liegt für die meisten Menschen in unserer Kultur: Weil wir selten wirklich präsent sind. Und weil wir das oft noch nicht einmal merken.

Unsere Gedanken sind so selten im Jetzt, weil wir ständig damit beschäftigt sind, die Vergangenheit zu analysieren und die Zukunft zu planen (oder fürchten). Sie werden dabei gesteuert von dem Bild, das wir von uns selbst und unserem Platz in der Welt haben und das wir meist früh in unserem Leben zusammengebaut haben. Typischerweise geht es dabei um drei zentrale Themen:

  • Befürchtete Unzulänglichkeiten: Wir haben Angst, nicht genug zu sein, glauben, dass wir noch mehr tun müssen.
  • Unsicherheit: Wir fühlen uns nicht sicher (z.B. mit dem Pferd, in der Umgebung, insgesamt in unserer Haut), wollen sie unter Umständen so gut es geht kontrollieren, um ein Sicherheitsgefühl herzustellen
  • Befürchteter Mangel: Wir haben Angst, dass wir von etwas nicht genug haben (z.B. Zeit, Geld)

… Und natürlich beschäftigt uns immer besonders, wenn wir konkret festgestellt haben, dass irgendwas gerade nicht so ist, wie wir es haben wollen oder dass etwas so ist, wie wir es nicht haben wollen.

All diese Gedanken verursachen Stress und mindern uns dadurch in unserer Fähigkeit, den Blick geöffnet zu lassen (buchstäblich und metaphorisch) und präsent zu sein. Unser Nervensystem läuft auf Gefahrenmodus und hat schlichtweg keine Zeit, weitere Informationen aufzunehmen – zu sehr ist es mit Problemlösen bzw. am Ende: Überleben beschäftigt.

Um das zu erklären, muss ich noch etwas weiter ausholen: Wir gesteuert durch unser zentrales Nervensystem (Gehirn und Rückenmarksnerven), dessen wichtigster Job es ist, uns am Leben zu halten. Dafür ist es wichtig, dass es gut aufpasst und Gefahren schnell erkennt. Unser Nervensystem ist daher immer auf der Suche nach Bedrohungen, es hat einen feinen Sensor für potenzielle Gefahr. Diese Anzeichen für Gefahr sucht es sowohl in unserem Körper, als auch in der näheren und der entfernteren Umgebung. Es gibt hier also ständig einiges zu entdecken. Und: Stress macht süchtig, d.h. grob vereinfacht: Je mehr Gefahr das Nervensystem gewohnt ist, desto mehr sieht es auch.

Um einstufen zu können was uns gefährlich werden könnte, bezieht sich unser Nervensystem auf die Dinge, die es in der Vergangenheit erlebt und als bedrohlich eingestuft hat. Es möchte diese Dinge auf keinen Fall wiederholen und überhaupt, sich am liebsten an das halten, was es kennt und was wir bisher zumindest überlebt haben. Dabei wiegen die Erfahrungen am stärksten, die direkt mit unserer Identität verbunden sind, d.h. die entweder unmittelbar lebensgefährlich waren (eher die Unterzahl) bzw. solchen, die so “wichtig” eingestuft wurden, dass sie zu unserer Identitätsbildung beigetragen haben und prägend für die Entwicklung unseres Selbst- und Weltbilds waren. Und diese fundamentalen Erinnerungen liegen in der Regel in unserer Kindheit.

Insofern hat das, was uns beschäftigt, seinen eigentlichen Ursprung meist nicht im Eben-Gerade und auch nicht in dem, vor dem wir uns im Gleich fürchten. Es stammt nur oberflächlich aus dem Gespräch mit der Stallbesitzerin vorhin und der Frage, ob wir anders hätten reagieren sollen, als sie uns gefragt hat, ob wir mit dem neuen Heu einverstanden sind, sondern aus einem Gefühl, das das Gespräch geweckt hat und das wir aus einem anderen Zusammenhang kennen. Etwas das uns tiefergehend betrifft und daher bewegt. Vielleicht, dass wir abgelehnt werden oder nicht reichen.

Sie stammen auch nicht wirklich aus unserer Angst vor dem Galoppieren in der Reitstunde später, sondern aus z.B. einer Angst , keine Kontrolle zu haben, die wir aus einer anderen Zeit gut kennen. – Die Zusammenhänge und Geschichten sind sehr individuell. Das Thema ist es nicht: Am Ende geht es dabei immer um die oben beschriebenen Ängste und Befürchtungen, manchmal bewusst, meistens aber unterbewusst.

Es geht nicht um das, was passiert, sondern um das, woran es uns unterbewusst erinnert.

Woher stammen diese Befürchtungen? Gerade in den frühen Lebensjahren (man sagt, etwa bis zum 7. oder 8. Geburtstag) ist unser Unterbewusstsein weit geöffnet und sehr empfänglich für Informationen, die uns eine Einordnung geben, wer wir sind und welchen Platz wir in der Welt haben. Fundamentale Informationen, oder? Informationen, die gerade als Kind über Leben und Tod entscheiden können. Ein allein gelassenes Kind kann in der Natur nicht gut überleben – das weiß unser Nervensystem ganz genau und sucht bedingungslos den Anschluss und die Verbindung mit Erwachsenen, die hoffentlich wissen, was zu tun ist.

Wir machen dabei Erfahrungen, die wir mit unserem kindlichen Bewusstsein (viel Gefühl, wenig Überblick) nicht immer einzuordnen wissen und richtig verarbeiten können. All diese Erfahrungen hinterlassen eine emotionale Signatur. Und einige von ihnen auch eine Signatur von Hilflosigkeit, Frustration, Wut, Scham, Trauer usw., die sich am Ende auf eine Angst zurückführen lassen. Und ja, auch dann, wenn es eigentlich keine super dramatischen Erfahrungen waren. Um Gabor Maté, den kanadischen Arzt und Trauma-Forscher zu zitieren: “Trauma, abgeleitet von dem griechischen Wort für ‘Wunde’ ist nicht das, was dir passiert, sondern das, was in dir als Reaktion darauf geschieht.” Und egal, was da irgendwann war – das Nervensystem erinnert es bis heute so klar, als wäre es gestern gewesen… bzw.: Jetzt.

Diese Einordnungen bräuchten heute natürlich ein Update, denn wir wollen ja nicht nur überleben, sondern auch ein zufriedenes, erfülltes Leben leben, oder? Eines, in dem wir uns frei fühlen, zu entscheiden, was wir tun wollen, wer wir sein wollen und: Eines der freiwilligen und liebevollen Verbundenheit mit unserer Umwelt (zum Beispiel mit unseren Pferden).

Für die Herstellung dessen ist uns das Nervensystem kein guter Berater, dazu ist es einfach zu sehr Überlebens-Nerd. Stattdessen gilt es, zu verstehen, was da vor sich geht und das Nervensystem mithilfe unseres bewussten Denkens an die Hand zu nehmen.

Wenn du also nicht nur auf Autopilot (über-)leben möchtest, wenn du eine Chance haben möchtest, in den gegenwärtigen Moment zu kommen, obwohl du eigentlich Dinge hättest, über die du nachdenken könntest (was ja immer der Fall ist), wenn du es gewohnt bist, ständig in Gedanken zu sein, braucht es dein aktives Eingreifen. Eine Entscheidung von dir, diese Muster zu unterbrechen.

Wenn wir nicht bewusst gegenansteuern, laufen wir ständig auf Autopilot.

Während ein Teil unseres “Kopfes” uns also von unseren Pferden trennt (die Amygdala und das limbische System – allerdings immer zu unserem eigenen Wohl, wie es meint), benötigen wir den Teil, der bewusst denken und Entscheidungen treffen kann (der präfrontale Cortex), um wieder zurück zu kommen ins Fühlen und in den gegenwärtigen Moment: Es braucht die bewusste Entscheidung für z.B. Yoga, Meditation, Atemübungen, Achtsamkeitspraktiken, Klopfakupressur, die Entscheidung, uns Unterstützung zu holen. Das fällt nicht immer ganz leicht, wenn wir gerade in unseren Nervensystem-Automatismen drin sind. Denn Stress macht süchtiger als Zigaretten und ein aktiviertes Nervensystem ist auch eines mit Scheuklappen: So leicht weicht es nicht vom Bewährten ab.

Da ist es natürlich sinnvoll, sich die bewusste Entscheidung leichter zu machen, d.h. sich im im entspannteren, präsenteren Zustand einmal die Zeit zu nehmen, zu antizipieren, was uns stresst, wann wir gestresst sind und wie wir uns daraus helfen können, damit es dann einfacher wird (z.B. indem wir die Yoga-Klasse schon am Anfang der Woche fest in unseren Kalender eintragen). Noch sinnvoller weil nachhaltiger ist es, die Programmierung unseres Nervensystems langfristig zu verstehen und zu verändern.

Es hilft uns schon enorm, zu wissen, auf welche Erfahrungen sich unser Nervensystem da genau beruft – welche Glaubenssätze und Überzeugungen hinter unseren Handlungen stecken. Denn dann können wir sie nicht nur schneller erkennen, integrieren und sie an die Hand nehmen, sondern sie sogar “updaten”, d.h. ihnen die emotionale Aufladung dauerhaft nehmen. In dem wir die Geschichten erkennen, die sie beinhalten, fühlen, was sie mit uns machen – und dann erkennen, dass sie keine Tatsachen sind. Dass uns das, was wir am meisten fürchten, nicht untrennbar angewachsen ist, sondern wir vor allem sehr geübt darin sind, die Reime, die sich unser kindliches Nervensystem einmal gemacht hat, als die Wahrheit anzunehmen.

So können wir erkennen, wer wir jenseits dieser Glaubenssätze und Überzeugungen sind. Wie viel freier wir leben können, wenn wir alle Ängste und Befürchtungen aus ihrer dunklen Ecke ins Licht locken, erkennen, was sie uns sagen wollen, und feststellen, dass wir nicht sie sind. Sondern, dass wir derjenige sind, der sie geschaffen und am Leben erhalten hat. Und aus dieser Position heraus nun auch entscheiden können, Abstand zu ihnen einzunehmen, Alternativen zu sehen und auszuprobieren und so die alten Verknüpfungen irgendwann sogar ganz loszulassen. Wir können uns also das, was wir als Kind nicht einordnen konnten, im Nachhinein einordnen und aus unserer Erwachsenen-Perspektive verstehen und uns schließlich davon lösen.

Wir alle haben die Fähigkeit, die emotionale Aufladung unserer alten Geschichten hinter uns zu lassen und so freier zu leben.

Wir alle haben diese unschätzbar wertvolle Fähigkeit all das zu tun. Wir alle können so in ein freieres, erfüllteres Leben finden und dabei feststellen, dass wir mit jedem Schritt in diese Richtung auch unseren Pferde näher kommen. Besser verstehen können, was sie von uns brauchen. Besser mit ihnen kommunizieren können. Und sie uns auch anders begegnen.

Allerdings ist das nicht immer ganz leicht, schließlich sind sehr daran gewöhnt, die Person zu sein, als die wir uns kennen. Und dann ist da dieses Nervensystem, das Veränderung grundsätzlich schwierig findet – wie eigentlich alles, was es noch nie erlebt hat – und uns manchmal noch eine Weile, gerade in Momenten, in denen wir gerade nicht aufpassen, immer wieder in die alten Muster zurückführen möchte.

Wenn unsere Seele sich aber irgendwann nach einem Update unserer Identität sehnt, weil sie in diesem Leben noch etwas anderes vor hat, als ständig in den alten Geschichten zu hängen und sich selbst zu begrenzen, kann es daher sehr hilfreich sein, sich Unterstützung von außen zu holen. Um herauszufinden, was da im Weg sitzt, warum es da sitzt und was es braucht, damit es den Weg wieder frei macht. Und um das Nervensystem immer wieder an die Hand zu nehmen und Schritt für Schritt zurückzufinden zu dem Menschen, der wir sind, wenn wir wieder nichts sein müssen und alles sein dürfen – unser authentisches Selbst. Für ein erfülltes Leben und mehr Freude und Verbindung auch mit unseren Pferden.

Unsere Pferde haben dieses Thema nicht so. Sie sind fast immer im Moment. Sie wissen oft genauer als wir, was uns im Weg steht und warten geduldig auf der anderen Seite, bis wir es auch erkennen. Und sie geben uns bis dahin immer mal Hinweise, wo unsere Grenzen entlang laufen.

Wenn sich unsere Präsenz-Momente mit unseren Pferden so also irgendwann endlich mehren und verlängern, finden wir wieder in das Gefühl von Verbundenheit und Freiheit hinein, das so viele von uns zu den Pferden hingezogen hat. Der Schlüssel dazu liegt in dem Erinnern an unser authentischen Selbst und an die Möglichkeit, sich wirklich auf den gegenwärtigen Moment einzulassen.

Es ist tatsächlich immer da. Und auch wenn das alles schwierig klingen mag – du bist viel näher dran, als du wahrscheinlich denkst.

Wie du zu dir und deiner Präsenz zurückfinden kannst.

Du hast Lust bekommen, das zu erkunden? Dann meld dich sehr gern. Wir können einfach mal unverbindlich besprechen, wo du stehst, was du dir wünschst und wie ich dir mithilfe von Coaching helfen kann, dir selbst zu helfen.

Ein etwas kleinerer, aber auch guter Schritt in diese Richtung ist immer auch eine eigene, gute Yogapraxis, weil Yoga am Ende auf genau dieses Zu-sich-Kommen abzielt. Wenn du hier Inspiration suchst, dann schau doch mal bei meinen Online-Yoga-Kursen für ReiterInnen vorbei (deutschsprachig) oder bei meinem ständigen englischsprachigen Yoga-Angebot speziell für Pferdemenschen: Den Body, Mind & Horses Yoga Club.

Du bist genau richtig so – Über die Entwicklung meines Coaching-Angebots und dein Potenzial.

Du bist genau richtig so – Über die Entwicklung meines Coaching-Angebots und dein Potenzial.

Heute geht es um die Entwicklung meines Coaching-Angebots, das sich auf Pferd-Mensch-Interaktion und die Veränderung von unterbewussten Programmierungen konzentriert. Ich glaube: Jeder Mensch hat das Potenzial, positive Veränderungen in sich und für sich herbeizuführen, und dass das Lösen von Blockaden und Ängsten letztendlich zu einer erfüllenden Pferd-Mensch-Beziehung führt.

Newsletter vom 8. September 2023

Hier kannst du den Beitrag anhören.

Hallo lieber Pferdemensch,

wie lange kennen wir uns schon? Ich weiß, dass einige meiner LeserInnen schon seit Ewigkeiten (5 Jahre? 10? …15!?) mitlesen und das ist ziemlich krass für mich (danke für die Treue, wow!). Andere sind noch ganz neu und auch das finde ich wundervoll (hi!).

Denn während es hier in den ersten Jahren vor allem um Pferdetraining ging, haben sich meine Themen und meine Arbeit inzwischen sehr erweitert.

Heute stelle ich immer wieder fest, dass es gar nicht mehr so leicht ist, zu erklären, was ich eigentlich mache… “Yoga für ReiterInnen” ist eine richtige, gute und relativ klare Antwort. “Tierkommunikation” irgendwie auch.  “Pferdetraining” – stimmt auch irgendwie, aber mit der Idee des Trainings hadere ich schon länger… es ist mehr ein “Mit-dem-Pferd-gut-fühlen-Übungsangebot”…? Ist aber ein bisschen lang.

“Und was ist denn dieses Coaching für Pferdemenschen?” – tja, das ist eine sehr gute Frage und eine, die ich heute anders beantworte als vor einer Weile noch… Tatsächlich hat sich mein Angebot hier mit meiner eigenen Entwicklung (oder sollte ich sagen: Meinem fortschreitenden Erwachen?) in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt.

Heute besteht mein Coaching-Angebot aus zwei großen Bausteinen:

1. Baustein: Harmonisierung der Pferd-Mensch-Interaktion

Dies ist der ältere Teil, hier geht es um die Kommunikation und das Verständnis des Pferdes sowie die Mensch-Pferd-Beziehung:

Warum verhält sich das Pferd so? Wie können wir dem Pferd **helfen, besser zu verstehen was wir wollen, es körperlich ausführen zu können und es zu motivieren, das auch gerne zu tun? Was können wir (technisch und körpersprachlich) tun, um uns dem Pferd besser verständlich zu machen und damit das Pferd sich besser fühlt? Es geht am Ende also sehr um das Pferd.

2. Baustein: Harmonisierung innerhalb deines Seins

Über die letzten Jahre habe ich immer mehr verstanden, wie unfassbar viel Potenzial in uns Menschen liegt. Und wie lebensverändernd es sein kann, dieses zu erkunden. Für das Erreichen sämtlicher Ziele, die wir uns mit dem Pferd stecken, und natürlich für alles, was wir uns sonst für ein erfülltes Leben vorstellen. Inzwischen gehe ich in meiner Arbeit also deutlich über das, was oberflächlich geschieht, hinaus. Wir berücksichtigen und harmonisieren deinen physischen, emotionalen und mentalen Zustand – in der Situation, um die es geht, und weit, weit, weit darüber hinaus.

Dabei bediene ich mich Elementen des Yoga, verschiedenen Techniken zum Auflösen emotionaler Blockaden (ich bin u.a. auch ausgebildete Klopfakupressur-Therapeutin) und zur Verbindung von Körper und Geist, und wir erkunden und verändern mithilfe von Sprache deine unterbewussten Programmierungen – weil sie letztlich die Steuerung von allem anderen übernehmen. Mit anderen Worten: Nichts beeinflusst die Wahrnehmung unserer Zeit mit dem Pferd so sehr, wie unsere unterbewussten Programmierungen, unsere Überzeugungen, unser Selbst- und Weltbild. – Auch das hat übrigens letztlich mit Yoga zu tun, aber das ist eine andere Geschichte.

Dieser Baustein ist für mich inzwischen der viel entscheidendere, weil der Hebel so viel größer ist.

Es geht dabei also um folgende Fragen:

Gibt es eine Blockade in dir, auf die das Pferd/die Situation dich hinweist? Welche unterbewussten Programmierungen steuern dein Verhalten und deine Interpretation der Lage? Wie kannst du dich in dir anders aufstellen, so dass das Thema (mit dem Pferd oder in einem anderen Lebensbereich) sich auflösen kann?

Anders ausgedrückt:

Was braucht es, damit du dich wirklich besser (selbstbewusster, präsenter, freier, entspannter) fühlst? Und wie kannst du so letztlich wiederum auch mit dem Pferd besser und klarer in Verbindung treten? Wie kann eure Beziehung sein, wenn ihr beide wirklich authentisch miteinander seid?

Die Frage ist also nicht nur, was wir bewusst und unbewusst senden (auf sichtbarer und fühlbarer Ebene), und wie das unseren Umgang mit unserem Pferd beeinflusst. Sondern auch, wie uns diese eine Sache, mit der wir mit unserem Pferd nicht weiterkommen, helfen kann, unseren unterbewussten Ängsten und Grenzen auf die Spur zu kommen, diese aufzulösen, um dann auf ganzer Ebene zufriedener, entspannter und vor allem: freier zu leben. Denn ich weiß: Wenn wir dahin, das heißt am Ende: wirklich zu uns Selbst zurückkommen, brauchen wir die allermeisten Probleme mit unserem Pferd nicht lösen, sie lösen sich einfach auf.

Wenn du das hier liest und denkst, “ja, ja, klingt nett, aber ich glaube nicht, dass das bei mir etwas bringt, ich bin ja ______ und deshalb anders als andere,” dann lass dir gesagt sein: Ich bin mir sicher, dass doch. Vielleicht nicht jetzt, vielleicht nicht mit mir, aber auch DU hast das Potenzial etwas zu verändern, wenn du möchtest. Denn eine der größten Erkenntnisse, die ich in den letzten Jahren hatte, ist: Es ist nichts falsch an mir. Es ist nichts falsch an dir. Nicht an irgendeinem Menschen. Wir denken das nur, weil wir uns mit anderen vergleichen und feststellen, dass wir anders sind. Aber das ist genau richtig so!

Die Sache ist die: Wir alle leben unser Leben, denken, fühlen und handeln so, wie es unser Bild von uns und unserem Platz in der Welt verlangt und damit letztlich: Der Rahmen, den uns unsere unterbewussten Ängste stecken. Vor diesem Hintergrund handeln wir alle jederzeit genau richtig, weil: passend zu der Welt, wie wir sie wahrnehmen. Und so lange wir die Welt so wahrnehmen, werden wir immer wieder so handeln und immer wieder ähnliche Dinge erleben – egal, ob wir das nun bewusst wollen oder nicht.

Schön und gut, dachte ich lange, nur schade, wenn wir früh ein negatives Weltbild mitbekommen und das ein Leben lang mit uns herumschleppen.

Heute weiß ich: Wir sind nicht darauf angewiesen, dass unsere Kindheit optimal läuft, dass wir perfekte Gene haben, dass irgendjemand kommt und uns heilt…  Alles was wir brauchen, ist wirklich schon in uns. Immer. Und der Rahmen, in dem wir uns erlauben, uns zu bewegen, ist jederzeit und unbegrenzt erweiterbar. All das Zurückhalten, dieses “Ich würde ja gern, aber das geht bei mir nicht, dafür bin ich zu alt/dumm/faul/wenig ehrgeizig/arm/unfähig/schüchtern/…”, all dieses latente Unwohlsein, Unzufriedensein und uns nicht wirklich wohl in unserer Haut fühlen, nicht authentisch handeln und auch nicht wissen, was wir wollen und was nicht (– eigentlich alles, was uns so im Weg steht, am Pferd und darüber hinaus und alles, was uns “triggered” und deshalb nervt) ist Ausdruck unserer unterbewussten Ängste und Programmierungen. Nicht immer liegen die ganz obenauf, es braucht oft etwas Nachforschung, aber dann sind sie bei jedem Menschen auffindbar. Und diese sind veränderbar. Jederzeit. Auch bei dir. Und zwar von dir selbst. Ja, dafür braucht es Bewusstsein, oft etwas Hilfe und auch meist etwas Übung. Aber unsere “Welt” lässt sich jederzeit verändern und wenn wir das erkenenn, können wir sie in eine Richtung öffnen, die uns gefällt. 🙂

Du bist also schon vollständig und immer richtig, genau so, wie du bist.

Und du darfst wollen, was du willst. Fühlen, was du fühlst. Und werden, was du möchtest, wenn du groß bist. Du bist schon groß. Du bist so kraftvoll. Du hast so (!) viel Potenzial. Egal, wer du zu sein glaubst. Egal, was gestern war. Egal, was dir dein innerer Kritiker weiß machen will. Und egal, was andere sagen.

Und das ist das, was ich mittlerweile vermittle. Das ist der Hebel, den ich am liebsten bediene, um Menschen nachhaltig zu unterstützen, letztlich darin, sie selbst zu sein. Sich gut zu fühlen. Ihren eigenen Weg zu gehen, ohne später zu bereuen etwas nicht getan zu haben.

Und der Zauber:

So vieles, von dem, was uns im Umgang mit dem Pferd im Weg steht, ist letztlich an uns überliefert worden, als Antwort auf eine ganz andere Fragestellung zumeist, nämlich: Wie kann ich ein Pferd gefügig machen? All das kam also nicht wirklich aus uns selbst heraus.

Was kann dann alles richtig laufen, wenn wir dem Pferd nicht aus einer übernommenen Vorstellung heraus, sondern mit unserer echten Intention begegnen (vielleicht: einfach der Wunsch nach gefühlter Verbundenheit), wenn wir uns wirklich zeigen und so richtig auf die Verbindung einlassen, anstatt vor allem die Optik dazu herstellen zu wollen?

Hier liegt aus meiner Sicht der größte Hebel für erfüllende Pferd-Mensch-Beziehung.

Ich glaube nicht mehr an Abkürzungen, an einfache und universell passende Lösungen für alle Mensch-Pferd-Paare, bin an den oberflächlichen Antworten nicht mehr so interessiert. Das macht es tatsächlich intensiv – für mich und für meine Klienten. Aber das Potenzial, dass wir dadurch bewegen können, ist SO immens, dass jeder Wachstumsschmerz sich hundertfach auszahlt. Insofern ist auch das Glücksgefühl, dass ich in meinen Coachings erlebe, um so vieles stärker noch als es je war und, Mann, ist das erfüllend.

Wenn du also gerade an einem Punkt bist, an dem du nicht weiterkommst, immer wieder auf das gleiche oder ein ähnliches Problem stößt (mit deinem Pferd oder in anderen Lebensbereichen), wenn du etwas verändern möchtest, aber dich nicht so recht traust, meld dich bei mir. Ich bin gerne dein Cheerleader, dein Klarheit-Finder, Klarkommen-Helfer, Entspannung-Bringer, Zuhörer, Problemauflösungshelfer, Potenzialwegweiser und Begleiter aus der Angst hin zu mehr Freiheit und Erfüllung… Und mit Pferdeverhalten und -kommunikation kenne ich mich auch ein wenig aus. 🙂

Ich hoffe, das umreißt ein bisschen, das, was du aktuell von mir erwarten kannst. Lass uns gerne einfach mal sprechen, wo du stehst und was ich für dich tun kann –  kurz- und längerfristig. Und ein paar Plätze kann ich auch noch für mein Sommer-Angebot (179,- Euro für eine Schnupper-Session) vergeben. Es wäre schade, wenn du das verpasst, weil du dich nicht traust. Was kann eine Einheit bringen? Einiges! Klarheit, Perspektivwechsel, große Aha-Momente, Lösungsansätze und – einen ersten großen Schritt.

Und ansonsten: Nimm dir virtuell eine fette Dosis von dem, was du gerade brauchst von dem “Zettel” unten mit und trag es mit zu deinem Pferd. Wetten, es wird ihm gefallen?!

Egal, wo du gerade bist und stehst: lass es dir gut gehen,

Daniela

Mehr Freude am Pferd ohne emotionalen Ballast – mit Energetischer Psychologie und Klopfakupressur

Mehr Freude am Pferd ohne emotionalen Ballast – mit Energetischer Psychologie und Klopfakupressur

In meiner Coaching-Praxis arbeite ich viel mit der Energetischen Psychologie und der Klopfakupressur, um konkrete emotionale und mentale Blockaden zwischen Mensch und Pferd aufzulösen und meinen Klienten zu helfen, emotionalen Ballast abzuwerfen und sich auf ganzer Ebene besser zu fühlen und erfüllter zu leben. Klingt abgefahren und fast zu schön, um wahr zu sein? Das ist es auch – und es macht wahnsinnig viel Spaß, weil die Ergebnisse so unmittelbar sind. Aber was verbirgt sich hinter den Begriffen und wie ist die Wirkung dieser sanften Behandlungsformen zu erklären? Für diesen Text habe ich einige Antworten für euch gesammelt. 

Was ist die Energetische Psychologie?

Es war Ende der 1970er, als der amerikanische Psychologe Dr. Roger Callahan auf die Idee kam, eine Patientin mit einer extremen Wasserphobie und damit verbundenen Magenschmerzen einen bestimmten Punkt auf dem Magenmeridian klopfen zu lassen. Vor allem wohl, weil ihm nichts anderes mehr einfiel. Das Ergebnis verblüffte ihn und führte ihn letztlich zur Begründung seiner eigenen Therapieform, der Gedankenfeldtherapie: Denn durch das Klopfen auf diesen einen, offenbar richtigen Punkt, verschwand die Angst der Patientin tatsächlich und direkt. Callahan schloss daraus, dass der Gedanke an das Wasser verbunden mit der Stimulation des Punktes zu einer Harmonisierung der Magenleitbahn geführt hat – mit dem Auflösen der energetischen Blockade löste sich auch das Gefühl. Er forschte daraufhin viele Jahre fasziniert auf diesem Thema.

Seine Gedankenfeldtherapie geht davon aus, dass Störungen im Gedankenfeld (also: blockierende Gedanken) zu einer Unterbrechung im Energie- bzw. Meridian-System des Körpers führen, sodass die Neurologie, die Neurotransmitter, die Hormone und auch die Kognition außer Balance gerät. 

Callahan kam also zu dem Schluss, dass Angst z.B. nicht das Ergebnis eines Traumas ist, sondern auf Störungen im Gedankenfeld zurückzuführen ist, die mit jeweils einer oder mehreren Energieleitbahnen (Meridianen) zusammenhängen. Während er das Trauma natürlich nicht ungeschehen machen konnte, konnte er aber die negativen Reaktionen auf die Traumata auflösen – und damit auch die Belastung, die die Menschen empfanden. 

Die Gedankenfeldtherapie wurde dann nicht nur erfolgreich auf Phobien angewendet, sondern auch auf eine Vielzahl psychischer Störungen, Ängsten, Trauer, Ärger, Zorn, bei Süchten und Schmerzen. 

Callahans Methoden gelten als Grundlage der Energetischen Psychologie – und damit einer Therapieform, die, das war damals einzigartig im psychotherapeutischen Feld und ist bis heute eher selten, das gesamte Energiesystem des Menschen nicht nur zur Kenntnis nimmt, sondern über die Stimulation der Meridiane psychische Probleme gezielt beeinflusst. Fußend auf der Gedankenfeldtherapie entwickelten sich über die Jahre unterschiedliche Formen der Energetischen Psychologie, darunter die Emotional Freedom Technique (EFT, wahrscheinlich die verbreitetste Form), das Emotionale Selbstmanagement (ESM) nach Lambrou und Pratt sowie die Meridian-Energie-Technik (MET), zu der du unten mehr lesen kannst.

Das Spannende an der Energetischen Psychologie ist, dass sie – ähnlich wie das Yoga – Körper, Geist und Seele miteinander verbindet. Es wird nicht nur mit dem Kopf des Menschen, also auf der kognitiven Ebene gearbeitet, sondern auch auf der energetischen sowie auch der körperlichen, es findet ein ganzheitliches “Embodiment” statt, alle Systeme werden in den Lösungsprozess miteingebunden. Durch diese Verknüpfung können unterschiedlichste Probleme tatsächlich ganzheitlich, oft sehr schnell und effektiv aufgelöst werden. 

Was sind Meridiane?

Als Meridiane bezeichnet man in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) die Energieleitbahnen des Körpers, die Entsprechung in der Yoga-Tradition sind die sogenannten Nadis. Die Erkenntnis der Chinesen, dass es bestimmte Bahnen im Körper gibt, in denen ständig eine geringe elektrische Energie fließt, ist bereits über 5.000 Jahre alt. Wenn diese Energie frei fließen kann, fühlt sich der Mensch gut, der Körper ist dann in Balance. Gibt es Störungen auf diesen Energieleitbahnen, kommt es zu einem Ungleichgewicht und früher oder später auch zu psychischen oder körperlichen Beschwerden. Alle fernöstlichen Heilformen zielen daher auf die Harmonisierung und die Ansprache der Meridiane ab. 

An der Existenz der Meridiane wurde und wird viel geforscht, und es wird immer klarer, dass die alten Chinesen tatsächlich recht hatten und sich diese Energiebahnen tatsächlich nachweisen lassen – wieder ähnlich wie im Yoga, übrigens, wo sich ebenfalls endlich wissenschaftliche Beweise für das uralte Wissen mehren. 

Wie wirkt Akupressur? 

Man geht davon aus, dass die Akupressur der Akupunktur vorausgegangen ist – dass man also erst geklopft und massiert hat, und irgendwann die Nadeln dazu kamen. 

Die Wirkungsweise ist noch nicht restlos geklärt. Laut der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. kommt die heilende Wirkung aber “u.a. dadurch zustande, dass der stimulierende Reiz der Nadeln im Gehirn eine vermehrte Ausschüttung schmerzlindernder und stimmungsaufhellender Substanzen auslöst, die oft auch als „Glückshormone“ bezeichnet werden. Dazu gehören das Serotonin und körpereigene Endorphine. Mit modernen Verfahren wie der funktionellen Kernspintomografie lässt sich die Wirkung der Körperakupunktur auf den Stoffwechsel im Gehirn eindeutig nachweisen.”

Dr. Peter Lambrou und Dr. George Pratt, Begründer des Emotionalen Selbstmanagements schreiben dazu in ihrem Buch “Emotionale Befreiung” (Rowohlt-Verlag, 2005, S. 69-70): “Wir sind der Ansicht, dass die in den Meridianen fließende Energie bestimmte Zellen anregt, die Produktion von Neuropeptiden einzuleiten. Nach unserer Auffassung existiert eine Wechselwirkung zwischen den Gedankenenergien und dem Meridiansystem, bei der eine Elektronenkaskade ausgelöst wird. Diese veranlasst bestimmte Nerven zu feuern, was wiederum elektrische und chemische Signale im ganzen Körper hervorruft. Schwingen die Energie der Meridiane und der Gedanken in übereinstimmenden Frequenzen, wird das Elektronengleichgewicht nicht beeinträchtigt. Dieser Erklärungsversuch  beruht auf den Theorien der Quantenphysik sowie auf Versuchen, die mit der Gedankenenergie durchgeführt wurden.” 

Was bei der Akupunktur der Arzt tut – die Stimulation von bestimmten Meridianpunkten – macht der Patient oder Klient in der Energetischen Psychologie selbst. Und während die Akupunktur sich eher dem körperlichen Gleichgewicht widmet, geht es in der Energetischen Psychologie und speziell beim MET um die Gedanken- und Gefühlswelt des Klienten. Laut Dr. Rainer und Regina Franke wird MET so zu einer “psychologischen Variante der Akupunktur”. 

Was ist die Klopfakupressur und was ist MET? 

Meridian-Klopftechniken oder auch Klopfakupressur sind eine stark vereinfachte und sanftere Form der klassischen Akupressur. Sie beruhen auf dem Wissen um die Energiebahnen (Meridiane) im Körper, auf dem auch die gesamte fernöstliche Medizinlehre wie die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)  basieren. Eine weitere Rolle spielen Erkenntnisse aus der Hirnforschung und aus der Kognitionspsychologie, die sich mit den seelischen Mechanismen des Denkens befasst sowie aus der Traumaforschung und der Neurologie. Die daraus entstandenen Klopftechniken können die Selbstheilungskräfte anregen und die Stimmung aufhellen, davon sind inzwischen auch kritische Fachleute überzeugt.

Die Wirksamkeit von Klopfakupressur ist inzwischen durch zahlreiche Studien wissenschaftlich bestätigt, wie z.B. Dr. David Feinstein 2012 in seinem Artikel “Acupoint stimulation in treating psychological disorders: Evidence of Efficacy” schlussfolgert: “Es liegt nahe, dass das Klopfen auf Akupressur-Punkte während ein emotionales Problem geistig präsentiert wird, rapide positive Veränderungen in der betreffenden Neurochemie herstellt” (eigene Übersetzung). Er sieht die Klopfakupressur als einfach einzusetzende Technik, um die neuronalen Verbindungen, die psychologischen Problemen zugrunde liegen, kurzfristig zu verändern. 

Grundwissen zur Klopfakupressur kann sich jeder selbst leicht aneignen – etwa aus einem Buch oder einer Sitzung mit einer professionellen Anwenderin. Auch das macht sie so sympathisch, finde ich. So nutzen viele Menschen diese kleine “Seelenmassage” auch für sich ähnlich wie Meditation: Als kleine Auszeit und für einen klareren Kopf und mehr Gelassenheit.

Die Meridian-Energie-Technik (MET) ist eine Form der Klopfakupressur und wurde von Dr. Rainer und Regina Franke begründet. Rainer Franke kommt aus der klassischen Psychotherapie, war aber frustriert von den oft langen Behandlungszeiträumen und den methodischen Grenzen. Als er dann mit der Energetischen Psychologie, speziell der Klopfakupressur, in Berührung kam, war er so fasziniert von der Effizienz und der Wirksamkeit der, dass er es sich zum Ziel gemacht hat, diese in Europa bekannt zu machen. 

Inzwischen hat er gemeinsam mit seiner Frau Regina zahlreiche Bücher, größtenteils zur Anwendung durch den Laien geschrieben, zudem arbeitet er mit Ärzten, Coaches und auch der Forschung zusammen, um das Thema weiter nach vorne zu bringen. 

Wie die Frankes in ihrem Buch “MET-Klopftherapie in der Praxis” (Haug-Verlag, S.27) schreiben, gibt es in der herkömmlichen Psychotherapie Themenbereiche, “wie z.B. Traumata oder auch Phobien, starke Ängste, Schuldgefühle, Zwänge oder negative Glaubenssätze, die nur schwer, langwierig oder gar nicht aufzulösen sind; denn es fehlen die Möglichkeiten, die oftmals damit verbundenen negativen Gefühle, wie Ängste, Trauer, Kummer, Ekel, Ärger, Schuld- und Schamgefühle oder Resignation wirklich aufzulösen”. Selbst wenn dazu angeregt wird, Gefühle wahrzunehmen, fehlt oft die Auflösung auf der energetischen Ebene. “Deshalb sind viele Therapien langwierig und führen nicht immer und schon gar nicht schnell zum gewünschten Ergebnis”, so die Frankes. 

Welchen immensen Einfluss nicht-aufgelöste Emotionen auf den Körper und auch die Seele haben können, damit beschäftigt sich auch die ständig wachsende Mind-Body-Medizin und auch die Traumaforschung zusehends. Ein Buch, auf das in diesem Zusammenhang oft Bezug genommen wird, ist “Molecules of Emotion” von der amerikanischen Wissenschaftlerin Dr. Candace P. Pert. Dazu schreibt sie in der deutschen Fassung, erschienen im Rowohlt-Verlag, aber scheinbar leider vergriffen (ich habe das Zitat aus dem o.g. Buch von den Frankes): “Das ist das Problem des nicht geheilten Gefühls, die Ansammlung von beschädigten und zerbrochenen Gefühlen, die die meisten Menschen wortlos unter den Teppich kehren und für deren Behandlung das schulmedizinische Modell denkbar schlecht gerüstet ist. Wenn Betroffene Hilfe suchen, bieten ihnen die herrschende Psychologie und Psychiatrie im Allgemeinen das an, was ich die “Palaver-und-Pillen-Therapie” nenne – viel Gerede und noch mehr Medikamente, die die inakzeptablen Gefühle verscheuchen sollen. Eine Behandlung, die nur an den Symptomen herumdoktert und die Betroffenen von den Medikamenten abhängig macht, statt ihnen die Möglichkeit zur Heilung zu geben.” 

In die Entwicklung MET sind unterschiedliche Therapieformen eingeflossen, z.B. NLP, Hypnose, Psychoanalyse, Körperarbeit u.a. nach Feldenkrais, Verhaltenstherapie, die klientenzentrierte Psychotherapie nach Rogers, systemisches Coaching, die unterschiedlichen Strömungen der Energetischen Psychologie sowie, ganz maßgeblich, die Gestalttherapie.

Was macht die MET-Klopftherapie so besonders? 

In der Klopftherapie (also einer Anwendung der Klopfakupressur mit dem Ziel, eine Belastung zu mindern oder zu lösen) wird, ebenso wie übrigens auch in der modernen Traumatherapie nach Dr. Gabor Maté, der Mind-Body-Medizin etc., davon ausgegangen, dass das Problem der Menschen nicht in den negativen oder traumatischen Erfahrungen selbst liegt, sondern in den damit in Zusammenhang stehenden, nicht aufgelösten, verdrängten Gefühle. Der Mensch leidet also nicht darunter, die Situationen erlitten zu haben, sondern unter seinen Ängsten, Schamgefühlen, seiner Trauer, seinem Ärgert etc. dazu. Nicht was passiert ist, ist das Problem, sondern was wir darüber gedacht und wie wir uns damit gefühlt haben – und welche Gefühle und energetischen Blockaden dazu noch immer in unserem Körper stecken. 

Analog zu dem Verständnis der Gedankenfeldtherapie verursachen negative Gedanken Blockaden in den Energieleitbahnen des Körpers, die wiederum zu negativen Gefühlen führen. Diese Gefühle können jedoch in der Situation selbst oft nicht ausgelebt werden und so sitzen sie Jahre oder auch Jahrzehnt im Körper fest, bis sie irgendwann aufgelöst werden. Dass die Zeit alle Wunden heilt, scheint dabei nicht zuzutreffen – im Gegenteil drücken diese Gefühle im Laufe der Zeit oft sogar mehr und verusachen irgendwann größer werdende seelische Belastungen sowie psychische und/oder körperliche Beschwerden. 

Der Therapieansatz besteht also darin, diese verdrängten und heruntergeschluckten Gefühle bewusst zu machen, sie zu fühlen und dabei durch das Klopfen bestimmter Akupunkturpunkte aufzulösen. Das Ziel ist dabei, und hier zitiere ich nochmal die Frankes, “dass der Mensch nach der Behandlung an die belastende Situation bzw. das Erlebnis in der Vergangenheit denken kann, ohne dabei negative Gefühle zu empfinden. Der Klient erlebt sofort auf körperlicher und emotionaler bzw. psychischer Ebene eine Befreiung und Entlastung. Ein einmal derart aufgelöstes negatives Gefühl bleibt dauerhaft aufgelöst.” So unterstützt die Klopftherapie den Menschen darin, wieder in Balance zu kommen – auf körperlicher, emotionaler und psychischer Ebene – und sich dadurch direkt entspannter und besser zu fühlen. 

Welche Vorteile hat die Klopftherapie?

Dadurch, dass der Klient selbst klopft, entstehen viele Vorteile: 

  • Es entsteht kein Körperkontakt – der Therapeut oder Coach demonstriert höchstens die Punkte am eigenen Körper. Dadurch ist eine klopftherapeutische Behandlung ohne Probleme auch online möglich. 
  • Der Effekt ist unmittelbar und zuverlässig – nach jeder einzelnen Sitzung fühlt sich der Mensch entspannter, freier, besser, er hat ein Problem oder negatives Gefühl weniger und/oder ist einen weiteren Schritt in Richtung seiner Heilung/ Weiterentwicklung gegangen. Dies ist ein großer Unterschied zu vielen klassischen Therapieformen. In der Klopftherapie geht es nicht darum, Probleme zu wälzen, sondern sie zu lösen. Die Atmosphäre ist leicht und positiv. 
  • Der Klient erfährt, dass er es selbst schaffen kann, seine negativen Gefühle aufzulösen. Und: Der Klient fühlt sich nicht mehr hilflos seinen Gefühlen ausgesetzt, sondern erfährt, dass er diese selbst beeinflussen kann.
    Das Gefühl von Selbstwirksamkeit wirkt enorm befriedigend und steigert nachweislich das Selbstvertrauen des Klienten – dadurch ist es nicht zu unterschätzen. Außerdem entsteht so auch kein klassisches Abhängigkeitsverhältnis zwischen Therapeut/Coach und Klient. 
  • Der Therapeut/Coach kann dem Klienten “Hausaufgaben” mitgeben, und auch unabhängig davon kann der Klient zwischen den Sitzungen bzw. außerhalb der Sitzung selbst für sich weiterarbeiten und den Effekt dadurch verstärken.  
  • Das Ziel der Zusammenarbeit ist nicht nur die Auflösung von konkreten Problemen und Themen, sondern auch immer, den Klienten in die Selbstverantwortung zu bringen, ihn unabhängiger, stärker und freier zu machen. 

Wobei hilft die Klopftherapie? 

Konkrete Anwendungsbereiche:

  • Belastende Gefühle (Ärger, Wut, Hass, Zorn, Trauer, Kummer, Enttäuschung, Eifersucht, Frustration, Resignation, Verzweiflung, Scham- und Schuldgefühle, Schüchternheit)
  • Körperliche Beschwerden (Allergien bzw. allergische Reaktionen, Asthma, akute Verletzungen, Erkältungen, Migräne, Kopfschmerzen, Schmerzen, generelles Unwohlsein, genereller Wunsch nach Gesundheit, u.v.m.)
  • Folgen von Traumatisierungen (PTSD; Unfälle, Operationen, Kriegserlebnisse, Vergewaltigung, sexueller Missbrauch, Gewalterfahrungen, Fehlgeburten, Abtreibungen, Tod eines geliebten Menschen oder Tieres etc.
  • Psychische Störungen (z.B. Zwänge, Depressionen, Angststörungen, Borderline, Phobien)
  • Coaching zur Auflösung von Leistungsblockaden (im Sport oder Beruf), einengenden Glaubenssätzen und Überzeugungen, mentalen Blockaden
  • Sucht und suchtmäßiges Verhalten z.B. nach Süßigkeiten, Nikotin, Alkohol, Drogen. 

Hinweis zu meiner eigenen Arbeit:  Bei den Traumatisierungen, den psychischen Störungen und auch den Süchten rate ich, je nach Schweregrad, Situation und Behandlungsstand, gegebenenfalls zu einer begleitenden Zusammenarbeit mit einem Psychologen oder Psychotherapeuten bzw. verweise an einen entsprechend ausgebildeten Kollegen bzw. eine Kollegin.

Wie bin ich zur Klopftherapie gekommen? 

Ich selbst bin zur Energetischen Psychologie und zur Klopftherapie eher durch Zufall gekommen. Es war 2015 und die Zeit, in der ich beim Verlag Gruner + Jahr gearbeitet habe und nicht zuletzt deshalb viele Frauenzeitschriften las. Gesundheitlich ging es mir gar nicht gut: Über Monate trug ich unterschiedliche Entzündungen im Körper. Die Befunde dazu waren zum Glück immer harmlos, Blasenentzündungen und Nebenhöhlenentzündungen, aber sie gingen eben nicht weg. Neugierig geworden durch einen Artikel in der BRIGITTE WOMAN zu einer Frau, die ihre gesundheitlichen Probleme “wegklopfen” konnte, kam ich zu Gabriele Berliner, MET-Therapeutin in Hamburg. 

In unserer Sitzung lernte ich das Klopfen dann erstmals kennen, sie zeigte mir die verschiedenen Punkte, wir “beklopften” meine gesundheitlichen Probleme. Schon nach kurzer Zeit jedoch ging es weniger um die körperlichen Themen, als mehr um unterschiedliche Gefühle, die während des Klopfens hochkamen und die mich selbst überwältigten: Wut, Ärger, aber vor allem viel Trauer. Wie sich herausstellte, hatte ich den Tod meiner Oma zwei Jahre zuvor noch nicht wirklich verarbeitet und die damit verbundenen Gefühle steckten noch in meinem Körper – und führten zu den Entzündungen. So lernte ich u.a., dass Blasentzündungen in der TCM auch für überbordende Trauer stehen können. Selten zuvor habe ich in meinem Erwachsenenleben wohl so viel geweint, wie in dieser einen Stunde. Aber danach: Fühlte ich mich freier, leichter – und die Entzündungen zogen sich tatsächlich direkt zurück. 

Ich war überwältigt und nutzte das Klopfen fortan auch zwischendurch für mich, um “Alltagsgefühle” besser zu durchleben. Ich lernte neben MET auch noch EFT (die Emotional Freedom Technique) kennen und war fasziniert von dem Thema der Energetischen Psychologie. Das Gefühl, selbst Einfluss nehmen zu können auf die Art, wie ich mich fühle, war für mich auch der Beginn meiner Reise mit der bewussten Persönlichkeitsentwicklung. – Und übrigens auch zu einer neuen, ehrlicheren Beziehung zu meinem Pferd.

Vor zwei, drei Jahren dann kündigte eine gute Freundin, selbst Coach, die mich seit Längerem immer wieder coacht, an, dass sie nun noch eine Coaching-Ausbildung machen würde, und dass diese ihre Arbeit nochmal auf ein neues Niveau heben würde. Ob ich die nicht auch machen wolle!? Wie sich herausstellte, sollte diese Ausbildung bei Gabriele Berliner sowie ihrer Kollegin Pam Bensien stattfinden und im Kern sollte es natürlich um Energetische Psychologie sowie auch den Kurs in Wundern gehen. Und sie sollte dankenswerterweise nicht nur eine Coaching-Ausbildung sein, sondern auch eine intensive Entwicklungszeit für die eigene Persönlichkeit – ein “Walk, den man erstmal selbst walkt”, bevor man andere darauf losschickt quasi. Da ich nicht so recht an Zufälle glaube und aus meinem Begeisterungsimpuls heraus, meldete ich mich direkt an. 

In meiner darauffolgenden intensiven Ausbildung zum Holistic Life Coach und MET Practitioner bzw. Klopftherapeut lernte ich nicht nur mich selbst ganz neu und deutlich besser kennen und auch kontinuierlich zu “managen” und psychologische Zusammenhänge neu zu verstehen, ich lernte auch, professionell mit der Meridian-Energie-Technik und weiteren Coaching-Techniken zu arbeiten und meinen Klienten dadurch schnell und effizient bei unterschiedlichsten Themen, Problemen und Fragestellungen weiterzuhelfen. 

Wie es so oft ist, entwickelte sich in dieser Zeit auch die Nachfrage meiner Kunden in diese Richtung – ich schien zunehmend Menschen anzuziehen, die (auch) auf diese Art mit mir arbeiten wollten und denen ich mit meinen neu erlernten Fähigkeiten sehr gut weiterhelfen konnte. 

Was bringt die Klopftherapie für ReiterInnen und Pferdemenschen?

Über die Erfahrungen mit mir selbst und meinen Klienten entdeckte ich diese Art des Coachings als logische Weiterentwicklung dessen, was schon seit Jahren meine Mission ist: Menschen und Pferde zusammenzuführen und die Blockaden, die eine harmonische Verbindung beider verhindern, zu finden und zu lösen. 

Nachdem ich dies über Jahre in Form von mobilem Pferdetraining und Pferdetrainingskursen angeboten hatte und dann mit Yoga für ReiterInnen als umfassendere Arbeit am “Faktor Mensch” integrierte, bot das Coaching nun nochmal ganz neue und sehr weitreichende Möglichkeiten, den Menschen anders aufzustellen, damit er dem Pferd bewusster, präsenter, klarer und positiver begegnen kann. 

Ich beobachtete, dass das, was uns von unseren Pferden trennt, oft auch das ist, was uns von uns selbst trennt – und von dem Ziel, das wir ja mehrheitlich verfolgen, ein zufriedenes, gesundes und erfülltes Leben zu führen. Und dass die Pferde, so fein wie sie sind, natürlich genau merken, wie wir emotional und energetisch aufgestellt sind und oft auf ihre Art versuchen, uns das zu zeigen – während wir selbst oft verlernt haben, genau das in uns selbst wahrzunehmen. 

Indem ich den ReiterInnen also helfe, ihre eigenen mentalen und emotionalen sowie körperlichen Themen nicht nur wahrzunehmen, sondern auch aufzulösen, sofern sie hinderlich sind, lösen sich tatsächlich auch die Probleme und Fragestellungen mit ihren Pferden oft “wie von Zauberhand”. In der Zusammenarbeit führe ich beide zusammen und helfe “nebenbei” dem Menschen, sein Leben insgesamt auf freiere und erfüllendere Weise zu gestalten und “emotionalen Ballast” dauerhaft und übergreifend loszuwerden. 

Ich glaube ganz fest und beobachte inzwischen täglich bei meinen Klienten: Es kann alles durchaus so leicht sein, wie wir es uns wünschen. Wenn wir uns dazu entscheiden und lernen, uns diesen Zustand selbst zu schaffen, und uns trauen, loszuwerden, was uns einengt und bedrückt. Der Schlüssel dazu wartet in uns darauf, genutzt zu werden. Und ich glaube, und das ist das Ergebnis vieler Pferdegespräche und Kunden-Geschichten: Unsere Pferde warten auch darauf, dass wir das tun. 

Wenn du Interesse an einem Coaching hast, lass uns doch sehr gerne ein kostenloses und unverbindliches Kennenlern-Gespräch vereinbaren, bei dem wir besprechen, ob und inwiefern ich dir helfen kann. Einen Termin dazu kannst du dir hier aussuchen.

Wo kannst du mehr erfahren?

  • Wisdom of Trauma: Ein toller Film über die Arbeit von Dr. Gabor Maté, Traumata und die Erkenntnis der Traumaforschung, dass nicht entscheidend ist, was den Menschen passiert, sondern wie sie darüber denken und fühlen – und wie ihnen hier geholfen werden kann. Der Film kann aktuell auf Spendenbasis geschaut werden. 
  • Emotionale Befreiung von Dr. Peter Lambrou und Dr. George Pratt, Rowohlt-Verlag, 2005 – ein sehr nutzwertiges, anwenderfreundliches Buch über das Emotionale Selbstmanagement, das die beiden aus der Energetischen Psychologie heraus entwickelt haben.
  • MET-Klopftherapie in der Praxis” von Dr. Rainer und Regina Franke, Haug-Verlag, 2016: Ein sehr umfassendes Buch zur Methode, das sich vor allem an Coaches und Therapeuten richtet
  • Molecules of Emotion von Dr. Candace P. Pert, Scribner-Verlag, 2010 – mittlerweile ein Standardwerk zur Mind-Body-Medizin
  • Sorgenfrei in Minuten von Dr. Rainer und Regina Franke, Integral-Verlag, 2007: Das ist das erste Buch, das ich damals zum Klopfen hatte. Es bietet Laien einen guten Überblick und erste Anwendungsmöglichkeiten. Sicher sind aber auch die übrigen Bücher von den Frankes zu unterschiedlichen Einzelthemen lesenswert.

Hinweis: Alle Buch-Links in diesem Artikel sind, der Einfachheit halber, Links zu Amazon.de. Wenn ihr darüber bestellt, erhalte ich einen kleinen Obolus. Ich möchte euch aber ans Herz legen, die Bücher am Besten einfach über euren lokalen Buchhändler zu beziehen. Auch der kann euch jedes deutschsprachige und viele fremdsprachige Bücher innerhalb von

Wenn das Pferd uns Persönlichkeitsentwicklung “verschreibt”…

Wenn das Pferd uns Persönlichkeitsentwicklung “verschreibt”…

Mein Angebot hat sich in den letzten Monaten sehr gewandelt. Nach fast 20 Jahren Pferdetraining und inzwischen vier Jahren Yoga-Angebot für ReiterInnen, arbeite ich mit ReiterInnen und Pferdemenschen inzwischen noch weiter in Richtung einer ganzheitlichen Veränderung – durch Coaching und Persönlichkeitsentwicklung. Warum? Weil mein Hebel, der Effekt, den ich mit meiner Arbeit erzielen und der Nutzen, den ich für meine Kunden stiften kann, somit maximal groß ist. Aber wie hängen Pferdetraining und Persönlichkeitsentwicklung zusammen? Was macht sie ausgerechnet für ReiterInnen so wertvoll? Darum geht es in diesem Blogbeitrag.

Wer möchtest du für dein Pferd sein?

Der Umgang mit Pferden ist (fast) immer auch Persönlichkeitsentwicklung. Das sagt uns nur keiner, bevor wir es selber merken. Und es ist auch in den seltensten Fällen der Grund, warum wir damit beginnen. Wir halten uns Pferde, weil wir etwas mit ihnen machen wollen, etwas erreichen wollen, weil wir gern reiten oder weil wir einfach von einer Freundschaft mit diesen wunderschönen Tieren träumen. 

Die meisten Pferdebesitzer, die ich kenne, wünschen sich wenig sehnlicher, als dass es ihrem Tier gut geht – sie wollen ihm ein guter Partner sein. Die Erkenntnis, dass das so einfach irgendwie nicht ist, schleicht sich meist langsam an. Wir stoßen an Grenzen: Weil das Pferd nicht macht, was wir uns vorstellen, weil sich die harmonische Verbindung nicht im gewünschten Maße einstellt, weil uns die Haltung und die vielen Entscheidungen rund um das Pferd überwältigen oder weil wir selbst im Umgang mit dem Pferd Gefühle entwickeln, auf die wir nicht vorbereitet waren. 

Jenseits von Trainingstechniken

Das Pferd stellt so indirekt Ansprüche an uns – und nicht alle lassen sich mit einem Mehr an Fachwissen oder Trainingstechnik erfüllen. Vielmehr fordert das Pferd von uns Eigenschaften und Fähigkeiten, die unser menschliches Dasein ausmachen – die es reich machen –  die in unserer Kultur aber immer weniger geübt werden: Bewusstheit, körperliche und mentale Präsenz, die Kontrolle unserer Emotionen, eine Beständigkeit in unserem Tun, Geduld, Hingabe, Körperbewusstsein, Gelassenheit, aber auch: Abgrenzung und physische und mentale Stabilität. Kurzum:

Das Pferd fordert von uns Persönlichkeitsmerkmale und Eigenschaften, die uns eigentlich in jedem Lebensbereich helfen, die zu unserer Entwicklung als Gesamtkunstwerk beitragen. Und die uns helfen können, auch in anderen Lebensbereichen voranzukommen und uns insgesamt besser zu fühlen.

Ich glaube: Je eher wir das erkennen und für uns nutzen, desto leichter haben wir es, und desto größer sind auch unsere Wachstumsmöglichkeiten mit dem Pferd.

Die Frage ist: Inwiefern nehmen wir die Herausforderung als solche an und nutzen die kleinen und großen Aufgaben, die sich uns im Zusammenspiel mit dem Pferd stellen, für unsere eigene Weiterentwicklung? 

Das natürliche Ziel: Gemeinsames Wachstum

Ich glaube: Unser Pferd möchte, dass wir uns entwickeln, dass wir wachsen – die gesamte Natur strebt in diese Richtung, jeder Grashalm und – gute Trainingsmethoden zeigen es – auch die Pferde selbst. Ich glaube, dass jedes Pferd für uns eine andere Aufgabe mitbringt. 

Und meine Erfahrung aus fast 20 Jahren Arbeit mit Pferd und Mensch und meiner langjährigen Beschäftigung mit der Persönlichkeitsentwicklung zeigt: Der Schlüssel für all unsere Ziele – mit dem Pferd, aber auch darüber hinaus – liegt in uns selbst. In meiner Arbeit unterstütze ich Pferdemenschen auf diesem Weg. 

In den Pferdegesprächen, die ich anbiete, “übersetze” ich dein Pferd für dich, und helfe so, Verhaltensweisen und Schwierigkeiten besser zu verstehen und aufzulösen und drängende Fragen zu Haltung, Training, der eigenen Beziehung zum Pferd etc. zu beantworten. Reden hilft in Beziehungen einfach – das gilt natürlich auch in der zu unserem Pferd. 

Was wünschst du dir – mit deinem Pferd, aber auch in deinem Leben?

Im Coaching für ReiterInnen und Pferdemenschen beschäftigen wir uns übergreifend mit zwei Themen: 

  1. Wir arbeiten mit den von dir wahrgenommenen und von deinem Pferd gespiegelten konkreten Herausforderungen in der Pferd-Mensch-Beziehung und in dir, diese lösen wir je nach Fall direkt oder nach und nach auf. Dabei arbeiten wir über das Verstehen (des Problems/Themas, seiner Ursache und auch des Verhaltens deines Pferdes), einem sehr effektiven Lösen (etwa von alten, blockierenden Emotionen, Stress und Anspannung, hartnäckigen Glaubenssätzen, körperlichen Symptomen) hin zu einer immer besseren Selbstwahrnehmung, einem gestärkten Selbstbewusstsein und auch einem effektiveren Emotions- und Selbstmanagement, das dich dauerhaft trägt und dir das Leben einfach ein ganzes Stück leichter und angenehmer machen kann.
  2. Wir arbeiten aber auch an deinen Zielen und Wünschen – mit dem Pferd, aber auch im Leben. Oftmals begegnen uns dieselben Themen ja nicht nur beim Pferd, sondern auch in anderen Situationen unseres Lebens. Alles hängt mit allem zusammen. Im Coaching erkennen wir diese Zusammenhänge, verstehen warum, wir unsere Ziele bisher noch nicht erreicht haben und finden Wege, uns in die gewünschte Richtung zu entwickeln.

Für diesen umfassenden Problemlösungs- und Persönlichkeitsentwicklungsprozess stehe ich dir mit einem großen Werkzeugkoffer zur Seite, bestehend u.a. aus klassischen Coaching- und Frage-Techniken, energetischer Psychologie, Yoga-, Atem- und Meditationstechniken sowie natürlich meiner umfassenden Erfahrung in der Arbeit mit Pferden und Menschen auf allen Ebenen. Ich stelle dir die Fragen, die dir helfen, die für dich richtigen Antworten zu finden und gebe dir konkrete Techniken an die Hand, wie du deinen Zielen näherkommst.

Mein Ziel ist, dass du erkennst, dass du so vieles selbst in der Hand hast, wie viele Möglichkeiten dir zur Verfügung stehen und wie du mit dieser Verantwortung konstruktiv umgehst – sie für deine Freiheit und zum Erreichen deiner Ziele nutzt, anstatt dich von ihr überwältigen zu lassen. 

Du entwickelst in unserer Zusammenarbeit nicht nur ein neues Verständnis für dich und dein Pferd, sondern lernst auch praktische Tools, um deine und eure individuellen Schwachstellen auszugleichen und Probleme zu bewältigen. Eure Beziehung stellst du so auf ein ganz neues Fundament. Und nach und nach wirst du der Partner, auf den dein Pferd wartet. 

Legen wir los? Ich freue mich drauf. 

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